Letztes Update:
20220419153147

Spitzenkandidat von slowenischer Oppositionspartei hat Corona

11:54
19.04.2022
Knapp eine Woche vor der Parlamentswahl im EU-Land Slowenien hat sich der Spitzenkandidat der oppositionellen Freiheitsbewegung, Robert Golob, mit dem Coronavirus infiziert. Dies ergab ein Selbsttest, wie der liberale Politiker am Montagabend auf seiner Facebook-Seite mitteilte. Er habe lediglich Erkältungssymptome und verbleibe vorerst in häuslicher Isolation, fügte er hinzu.

Bei der Wahl am kommenden Sonntag geht es darum, ob der seit 2020 regierende rechtsnationale Ministerpräsident Janez Jansa an der Macht bleibt. In letzten Meinungsumfragen lagen die SDS-Partei von Jansa und die Freiheitsbewegung Kopf an Kopf. Die beiden Gruppierungen dürften auf jeweils 20 bis 25 Prozent der Stimmen kommen.

Kritisch könnte es aber für Jansa deshalb werden, weil ihm unter den kleineren Parteien nur wenige Bündnispartner für eine Koalitionsregierung zur Verfügung stehen. Golob, der mit seiner neuen Bewegung praktisch aus dem Stand antritt, hat hingegen gute Chancen, die wichtigsten Mitte-Links-Parteien für eine Koalition zu gewinnen.

Jansa war im März 2020 Ministerpräsident geworden, nachdem die damalige Mitte-Links-Koalition zerfallen war und einige ihrer Abgeordneten zu seinem Lager übergelaufen sind. Er hat schon von 2004 bis 2008 und von 2012 bis 2013 regiert.

Jansa wurde wiederholt dafür kritisiert, die Medien und die Justiz unter seine Kontrolle bringen zu wollen. Er ist ein enger Verbündeter des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Von Orban abhängige Geschäftsleute finanzieren seit mehreren Jahren die Medien von Jansas SDS-Partei.

(dpa)

Corona-Welle in Shanghai: Erneut sieben Tote gemeldet

08:05
19.04.2022
In der Corona-Welle in Shanghai sind erneut sieben Tote im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen gemeldet worden. Wie die Behörden nach Angaben von Staatsmedien vom Dienstag berichteten, seien es Patienten zwischen 60 und 101 Jahren mit Vorerkrankungen gewesen. Nach der Aufnahme ins Krankenhaus habe sich ihr Zustand deutlich verschlechtert. Am Vortag hatten die Behörden bereits berichtet, dass drei ältere Patienten ebenfalls mit Vorerkrankungen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben seien.

Die ostchinesische Hafenmetropole steht im Zentrum des größten Corona-Ausbruchs in China seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren. Seit Ende März herrscht in Shanghai ein weitgehender Lockdown. Die meisten der 26 Millionen Einwohner dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen. Trotzdem gibt es täglich rund 20 000 neue Infektionen, meist aber asymptomatisch. Bis zu dieser Woche waren noch keine Toten in Shanghai berichtet worden.

Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Dienstag wieder etwas mehr als 20 000 neue Ansteckungen, davon die überwältigende Mehrheit in Shanghai. Wer infiziert ist, muss in China in eines der Quarantäne-Lager, die für Zehntausende provisorisch aufgebaut wurden. China verfolgt eine strenge Null-Covid-Strategie, die mit der Ankunft von Omikron BA.2 auf eine schwere Probe gestellt wird.

Gesundheitsminister Ma Xiaowei mahnte das bevölkerungsreichste Land, an der Null-Covid-Stategie festzuhalten. Er schloss Lockerungen aus. In einem Aufsatz in einem Journal der Parteihochschule wandte sich der Minister gegen die «irrige» Vorstellung, mit dem Virus leben zu können. Größere Ausbrüche müssten verhindert und die schwer errungenen Erfolge der Pandemie-Bekämpfung gesichert werden.

(dpa)

Wir setzen Embeds, also Einbettungen von Drittanbietern ein. Dieser fremde Inhalt wird nicht ohne Ihre Zustimmung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a) DSGVO) geladen. Nur, wenn Sie die Embeds mit einem Klick auf „Externe Inhalte nachladen“ aktivieren, werden die Elemente der Drittanbieter geladen. Erst dann werden vom Drittanbieter ggf. Cookies gesetzt und über Ihren Browser Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Einige solcher Inhalte stammen auch von sozialen Netzwerken oder anderen Unternehmen aus den USA, durch deren Einbettung Daten (z.B. Ihre IP-Adresse, Browserinformation, Cookie-ID, Pixel-ID, aufgerufene Seite, Datum und Zeit des Aufrufs) auch in die USA übertragen werden können.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Inhalt laden