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Kanadisches Ministerium verlinkt auf Pornoseite statt Corona-Zahlen

09:36
15.04.2022
Oh là là, so aufregend war die Veröffentlichung von Corona-Zahlen der kanadischen Provinz Québec wohl selten: Statt zur eigenen Webseite mit der aktuellen Statistik verlinkte ein Tweet von Québecs Gesundheitsministerium am Donnerstag kurzzeitig auf ein Video auf einer Pornoseite, wie die kanadische Zeitung «La Presse» am Donnerstag (Ortszeit) berichtete.

Demnach war der Tweet rund 40 Minuten online, bis die irreführende Verlinkung gelöscht wurde. Internetnutzer dokumentierten den peinlichen Fehler allerdings mit eigenen Videos. Das Gesundheitsministerium entschuldigte sich später in einem separaten Tweet für die «Unannehmlichkeiten» und erklärte: «Aufgrund einer Situation, die sich unserer Kontrolle entzieht, wurde auf unserem Twitter-Account ein Link mit unangemessenen Inhalten gepostet.» Man gehe den Ursachen des Fehlers nach.

(dpa)

Arzt lässt Vorwürfe wegen falscher Atteste zurückweisen

09:33
15.04.2022
Der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann hat über seinen Bevollmächtigten Vorwürfe zurückgewiesen, er habe Menschen ohne Untersuchung von der Maskenpflicht befreit. «Dafür gibt es keine Anhaltspunkte», sagte Ivan Künnemann der Deutschen Presse-Agentur in Heidelberg. Gegen den bekannten Impfgegner und Hals-Nasen-Ohren-Arzt hatte die Staatsanwaltschaft Heidelberg Anklage erhoben, weil er zusammen mit seiner ebenfalls angeklagten Frau in ihrer Praxis in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) mehrfach falsche Atteste ausgestellt und per Post zugeschickt haben soll.

Schiffmann befinde sich derzeit nicht in Deutschland, teilte Künnemann weiter mit. Grund für seine Ausreise nach Tansania seien Morddrohungen gegen seine Familie, auch gegen seine zwei Kinder. Zum Vorwurf der Volksverhetzung gegen den Mediziner mit Schwerpunkt Schwindel könne er keine Angaben machen, weil er die Videos mit möglicherweise entsprechenden Äußerungen nicht angeschaut habe.

Schiffmann soll laut Anklage die Corona-Quarantäne mit der Inhaftierung in einem Konzentrationslager verglichen haben. Überdies habe er den Holocaust verharmlost und zu Aktionen gegen die Regierung sowie die Justiz in Deutschland aufgerufen. Alle impfenden Ärzte habe er mit dem NS-Kriegsverbrecher und Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Josef Mengele, verglichen.

(dpa)

RKI: Infektionsdruck bleibt hoch – Vorsicht auch zu Ostern

08:42
15.04.2022
Auch wenn die Zahl der Corona-Infizierten weiter kontinuierlich sinkt, mahnt das Robert Koch-Institut (RKI) vor den Osterfeiertagen besonders zu Vorsicht und verantwortungsvollem Verhalten. Der Infektionsdruck bleibe trotz klar überschrittenem Gipfel der aktuellen Corona-Welle «mit mehr als einer Million innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin sehr hoch», schreibt das RKI im Wochenbericht von Donnerstagabend, der sich vor allem auf Daten aus der vergangenen Woche bezieht. Der weitere Pandemie-Verlauf bleibe wesentlich davon abhängig, ob sich die meisten Menschen umsichtig und rücksichtsvoll verhielten und inwiefern Kontakte zunähmen, hieß es.

Im Wochenvergleich ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI um 24 Prozent gesunken. Bereits im vorherigen Bericht war ausgewiesen worden, der Höhepunkt der Welle sei inzwischen klar überschritten. Die Inzidenzen in allen Altersgruppen sind demnach zuletzt deutlich zurückgegangen. Erstmals in diesem Jahr habe auch die Zahl der Krankenhaus-Neuaufnahmen von Patientinnen und Patienten mit Covid-19 und einer schweren Atemwegserkrankung in allen Altersgruppen abgenommen, hieß es.

Dennoch seien die Kapazitäten im Gesundheitssystem, besonders im stationären und intensivmedizinischen Bereich, durch zahlreiche Corona-Ausfälle beim Personal weiter stark belastet, stellten die RKI-Gesundheitsexperten heraus.

Auch am Freitag sank die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erneut. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 1001,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1015,7 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 156 864 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 175 263 Ansteckungen.

Der besonders leicht übertragbare Omikron-Subtyp BA.2, der sich bereits in den vergangenen Wochen immer stärker verbreitet hatte, legte dem Wochenbericht zufolge zuletzt noch etwas zu und verursachte nach jüngsten verfügbaren Daten bereits vorletzte Woche rund 93 Prozent der Neuinfektionen. Darauf deutet eine Stichprobe hin.

Im Wochenbericht und auf Twitter wiederholten die RKI-Experten ihre Impfappelle. Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischimpfung zum Schutz vor schwerer Erkrankung.

Zudem sei es dringend geboten, auch über die Feiertage verantwortungsvoll zu handeln. «Unser Verhalten bestimmt das Pandemiegeschehen», lautete ein RKI-Tweet. Deshalb gelte auch an den Feiertagen: bei Krankheitssymptomen zuhause bleiben, Infektionsschutzmaßnahmen einhalten, weiter Maske tragen und Rücksicht auf Risikogruppen nehmen.

An das Tragen von Masken in Innenräumen hält sich die Mehrheit der Deutschen - trotz des Wegfalls der Maskenpflicht. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Demnach tragen 58 Prozent beispielsweise in Geschäften nach wie vor eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus. 19 Prozent verzichten auf eine Maske, 23 Prozent tagen sie «hin und wieder».

Am 3. April waren durch das geänderte Infektionsschutzgesetz zahlreiche Auflagen weggefallen. Eine Maskenpflicht ist fast bundesweit nur noch in Praxen, Pflegeheimen, Kliniken, Bussen, Flugzeugen und Bahnen sowie Tests beispielsweise in Schulen möglich.

Die Gesamtzahl der weltweit bestätigten Corona-Fälle überschritt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile die Marke von einer halben Milliarde. Bis Donnerstagabend wurden der UN-Behörde in Genf 500,19 Millionen Infektionen sowie 6,19 Millionen Todesfälle gemeldet. Seit dem Auftreten des neuen Coronavirus Ende 2019 wurden die meisten Infektionen in Europa (209,5 Millionen) und auf dem amerikanischen Kontinent (151,7 Millionen) registriert. Auf Afrika entfielen hingegen nur rund zwei Prozent der globalen Fallzahl. Die WHO vermutet auf diesem Kontinent jedoch eine riesige Dunkelziffer.

(dpa)

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