Im Publikum meldet sich Wolfgang Biermann, langjähriger Mitarbeiter von Egon Bahr. Warum würden nun viele institutionelle Kontakte nach Russland abgebrochen, fragt er. Aus der Perspektive Egon Bahrs wäre es nun umso wichtiger, so viele Kontakte wie möglich zur Wissenschaft, zu den Städten und den Menschen zu halten. Dem stimmt der ehemalige OSZE-Botschafter Rüdiger Lüdeking zu. “Wir müssen uns vorsehen, dass wir nicht alleine aus moralischer Entrüstung agieren. Wir müssen einen kühlen Kopf behalten", betont Lüdeking. Dazu gehöre es, den Dialogfaden nicht abreißen zu lassen. -mb
Moritz Baumann