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Niedersachsen kritisiert Entwurf für Corona-Regeln ab 20. März

11:26
09.03.2022
Der Entwurf der Bundesregierung für die Corona-Regeln ab dem 20. März stößt in Niedersachsen auf Kritik. Ministerpräsident Stephan Weil verwies darauf, dass es derzeit wieder Höchststände bei den Corona-Infektionen gebe. «Dass ausgerechnet in einer solchen Phase der Instrumentenkasten für die Eindämmung der Pandemie beschränkt werden soll, ist schwer zu verstehen. Man wirft doch den Feuerlöscher nicht weg, wenn es noch brennt», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. «Die Länder würden zahlreiche Handlungsmöglichkeiten verlieren, die wir für notwendig halten. Dazu zählt beispielsweise eine allgemeine Maskenpflicht für große Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen.»

Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatten sich zuvor nach eigenen Angaben darauf verständigt, dass die Corona-Beschränkungen zum 20. März weitgehend wegfallen sollen. Eine Hotspot-Regelung soll den Ländern aber Eingriffsmöglichkeiten geben. Weil kritisierte jedoch, dass dem Entwurf zufolge nicht die betroffene Kommune selbst, sondern nur der Landtag einen entsprechenden Hotspot feststellen könnte.

«Man soll sich nichts vormachen», warnte Weil. Die Infektionslage im Frühling und Sommer werde zwar hoffentlich entspannt sein. Aber wenn sich nichts ändere, wenn insbesondere die Impfquote so bleibe, «dann werden wir im Herbst wieder Probleme kriegen». Wer heute ein Gesetz macht, der sollte vielleicht die Situation in einem halben Jahr auch mit in die Überlegungen einbeziehen», sagte der Regierungschef.

(dpa)

Roche Deutschland verdankt Pandemie erfolgreiches Geschäftsjahr

11:25
09.03.2022
Der Schweizer Pharmariese Roche hat seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr nicht zuletzt wegen der Pandemie deutlich gesteigert. Im Jahresvergleich legte er nach Angaben vom Mittwoch um fast 22 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zu. In der Diagnostik-Sparte war das Wachstum demnach mit gut 58 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro am größten.

Hierunter fallen 13 verschiedene Tests zum Nachweis von Sars-CoV-2. 1,2 Milliarden Stück seien seit Beginn der Pandemie in die ganze Welt verschickt worden. Monatlich würden inzwischen Tests im dreistelligen Millionenbereich produziert, sagte der Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland, Christian Paetzke, im südbadischen Grenzach-Wyhlen. Hier sei enorm ausgebaut worden. Weltweit gebe es noch immer eine große Nachfrage. Auch nach einer möglichen Delle im Sommer rechne er zum Herbst wieder mit steigendem Bedarf.

Roche investierte im vergangenen Jahr knapp 600 Millionen Euro in die Standorte Mannheim, Grenzach-Wyhlen und im oberbayerischen Penzberg. Was unterm Strich vom Umsatz blieb, nennt Roche für Deutschland nicht separat. An allen deutschen Roche-Standorten arbeiteten zusammen zuletzt rund 17 500 Menschen, 300 mehr als 2020.

Künftig wird es aus Sicht von Hagen Pfundner, Vorstand von Roche Pharma, wichtiger, Krankheiten datengestützt zu diagnostizieren und zu therapieren. «Die Pandemie hat es uns gezeigt, was wir aus Daten lernen können.» Dafür brauche es aber die rechtlichen Voraussetzungen etwa mit Blick auf den Datenschutz. Es gehe um Forschung und Entwicklung und dieselben Vorgaben wie für öffentlich-rechtliche Institutionen wie Hochschulen. Hier erhoffe er sich einen substanziellen Schub des Gesetzgebers. «Wenn wir vorne dabei sein wollen (...), brauchen wir die Unterstützung der Politik.»

(dpa)

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