Letztes Update:
20220307052049

Nach zwei Ausfällen wegen der Pandemie feiert Basel wieder Fasnacht

05:20
07.03.2022
Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause hat in der Nacht zu Montag im Basel wieder die traditionelle Fasnacht begonnen. Um Punkt 04.00 Uhr gingen sämtliche Lichter in der Stadt aus. Nach dem Aufruf «Morgestraich: Vorwärts, marsch!» startete das ohrenbetäubende Pfeiff- und Trommelkonzert der Fasnachtscliquen, die mit ihren kunstvoll bemalten meterhohen Laternen den Umzug durch die Straßen begannen. Die Basler Fasnacht beginnt immer am Montag nach Aschermittwoch und dauert genau 72 Stunden.

Die Laternen nehmen ähnlich wie die Wagen bei Rosenmontagsumzügen politische und gesellschaftliche Ereignisse aufs Korn. Typisch für Basel sind auch die Schnitzelbänke. Das sind Spottlieder in Versform, die in Kneipen und Theatern vorgetragen werden und vor allem die Politik humorvoll, satirisch und mit viel Biss kommentieren.

Das Organisationskomitee hatte sich Gedanken gemacht, ob gefeiert werden sollte, während in der Ukraine Krieg herrscht. «Für viele ist es gerade in solchen Zeiten wichtig, dass sie mit ihrem Spott den Mächtigen den Spiegel vorhalten und Ungerechtigkeiten benennen können», schrieb das Komitee auf seiner Webseite. «Die Fasnacht hat einen Ventil-Charakter. Alles, was uns unter den Nägeln brennt, wird angesprochen. In schwierigen Zeiten ist die Fasnacht besonders wichtig und nötig.»

Drei Tage und Nächte ziehen die kostümierten Cliquen mit ihren Musikerinnen und Musikern durch die Stadt. Zuschauer sind stets willkommen, aber anders als am Rosenmontag in Deutschland ist es verpönt, wenn Unbeteiligte sich selbst in Karnevalskostümen zeigen.

(dpa)

Kapitel

Sonntag, 6. März

Corona-Inzidenz macht einen weiteren starken Sprung nach oben

18:22
06.03.2022
Das Landesgesundheitsamt (LGA) hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten gemeldet. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntag (Stand: 16.00 Uhr) mit 1485,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1450,8 gelegen, zum Monatsbeginn sogar nur bei 1355,1.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 14 970 neue Infektionen - ein Anstieg auf 2 264 608 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 14 438 Menschen gestorben. Das waren 15 mehr als am Vortag.

Experten gehen allerdings von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Auf den Intensivstationen im Land lagen den LGA-Angaben zufolge am Sonntag 242 Covid-Patientinnen und -Patienten. Das waren drei weniger als am Vortag. Auch die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, ging zurück um 0,4 auf 6,8.

(dpa/lsw)

Wir setzen Embeds, also Einbettungen von Drittanbietern ein. Dieser fremde Inhalt wird nicht ohne Ihre Zustimmung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a) DSGVO) geladen. Nur, wenn Sie die Embeds mit einem Klick auf „Externe Inhalte nachladen“ aktivieren, werden die Elemente der Drittanbieter geladen. Erst dann werden vom Drittanbieter ggf. Cookies gesetzt und über Ihren Browser Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Einige solcher Inhalte stammen auch von sozialen Netzwerken oder anderen Unternehmen aus den USA, durch deren Einbettung Daten (z.B. Ihre IP-Adresse, Browserinformation, Cookie-ID, Pixel-ID, aufgerufene Seite, Datum und Zeit des Aufrufs) auch in die USA übertragen werden können.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Inhalt laden