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Proteste gegen Corona-Maßnahmen in mehreren Städten

07:35
06.03.2022
In mehreren baden-württembergischen Städten haben am Samstag erneut Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. In Freiburg machten rund 2000 Bürger ihrem Unmut Luft, wie die Polizei mitteilte. Die Demo sei nahezu störungsfrei gewesen. Es gab acht Platzverweise und drei Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

In Karlsruhe hingegen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers immer wieder Verstöße gegen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dort wurden über 1000 Teilnehmer gezählt.

In Reutlingen gab es am Abend gleichfalls einen Protestzug gegen eine Impfpflicht unter dem Motto «Wir sind die Menschheitsfamilie». Nach Schätzungen eines dpa-Fotografen nahmen zum Auftakt über 1000 Personen daran teil. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Teilnehmerzahl. Die Stadtverwaltung im Vorfeld erklärt, es seien rund 7000 Teilnehmer angemeldet worden.

Zuvor hatte es nach Polizeiangaben in Reutlingen bereits eine Kundgebung der AfD gegen die Impfpflicht unter dem Motto «Gesund ohne Zwang» mit bis zu 200 Personen gegeben. An einer Gegenkundgebung nahmen bis zu 400 Menschen teil. Nach einer friedlichen Kundgebung hätten einzelne Personen bei einem anschließenden Protestzug versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. Das sei verhindert worden. Ein Demonstrant habe mit einer Fahnenstange auf einen Beamten eingeschlagen. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Vereinzelt sei es auch zu Gerangel zwischen Teilnehmern der AfD-Kundgebung und Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum gekommen.

Außerdem gab es am Samstagnachmittag einen Autokorso von Ludwigsburg über Stuttgart nach Reutlingen mit 117 Fahrzeugen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Er sei insgesamt friedlich verlaufen.

(dpa)

Corona-Inzidenz steigt auch am vierten Tag hintereinander

07:35
06.03.2022
Die Zahl der seit Pandemiebeginn bestätigten Corona-Infektionen hat sich in den vergangenen zwei Monaten mehr als verdoppelt. Wurden Mitte Januar noch rund 1,113 Millionen Ansteckungen in Baden-Württemberg gemeldet, so lag der Wert nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Samstag bereits bei 2,249 638 Millionen registrierten Fällen (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der täglichen bestätigten neuen Infektionen hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt, wie aus dem Lagebericht des LGA hervorgeht. Sie liegt derzeit bei 21 896, Mitte Januar waren es noch rund 10 000.

Zugelegt hat auch erneut die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Sie stieg im Vergleich zum Freitag um 52,3 Fälle binnen einer Woche je 100 000 Einwohner auf 1450,8. Es ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Laut LGA starben weitere 14 Menschen an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt liegt die Zahl der Corona-Toten im Südwesten damit bei 14 423.

Auf den Intensivstationen des Landes wurden am Samstag 245 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt, das sind neun weniger als am Samstag vor einer Woche. Die Zahl der mit Corona infizierten Patienten auf den Normalstationen nahm laut den Meldedaten leicht zu. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz schwankt weiter und ging nach einem leichten Anstieg am Vortag nun wieder zurück um 0,1 auf 7,2. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik kommen.

Experten gehen allerdings von einer hohen Zahl an Ansteckungen aus, die in den Daten der Gesundheitsämter und des Robert-Koch-Instituts nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern. Oft werden Kontakte deshalb nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Außerdem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein. Zuletzt war weiter mehr als jeder zweite PCR-Test im Südwesten positiv. Je höher die Positivrate ist, desto größer fällt laut Experten die Dunkelziffer der unerkannten Infektionen aus. Befürchtet wird zudem, dass die Ausbreitung der neuen Variante BA.2 die Omikron-Welle verlängern und den Rückgang der Fallzahlen verlangsamen könnte.

(dpa)

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