Bundesweit sind am Montag erneut in zahlreichen Städten mehrere Tausend Menschen gegen Corona-Maßnahmen und gegen eine Impfpflicht auf die Straße gegangen. Die Versammlungen waren aber meist kleiner als noch vor wenigen Wochen, wie die Polizei berichtete. Die Proteste verliefen demnach weitgehend friedlich.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden landesweit mehr als 6000 Menschen bei mehr als 20 Protestzügen und -versammlungen gezählt, wie Polizeisprecher erklärten. Das seien etwa 20 Prozent weniger als vor zwei Wochen. In Schwerin und Stralsund trafen sich Hunderte Demonstranten zu Gegenaktionen, bei denen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zugleich «Gegen Krieg und Aufrüstung und für Frieden» demonstriert wurde. In Schwerin bildeten rund 500 Menschen eine Menschenkette um das Rathaus.
In Sachsen nahmen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen besonders viele Menschen an Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen teil. Die Polizei zählte rund 10 400 Teilnehmer, der größte einzelne Aufzug fand in Bautzen mit 2800 Menschen statt. In Sachsen-Anhalt zählte die Polizei in Halle (Saale) bei einem Aufzug etwa 2000 Menschen.
In Thüringen kamen in Gera und Altenburg bei der Polizei zufolge nicht angemeldeten Versammlungen jeweils etwa 1200 Menschen zusammen. Auch an weiteren Orten in Thüringen protestierten insgesamt Tausende Menschen auf zum Teil angemeldeten, aber auch nicht angemeldeten Versammlungen gegen die Corona-Politik.
In Schleswig-Holstein liefen Gegner der Corona-Beschränkungen in Lübeck wegen unterschiedlicher Auffassungen zu Ausrichtung, Stil und Ablauf der Demonstration in zwei verschiedenen Zügen durch die Stadt. Nach Polizeiangaben beteiligten sich unter dem Motto «Für Frieden, Freiheit und Demokratie» etwa 500 Menschen, an einer anderen unter dem Motto «Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht» rund 330 Menschen.
In den vergangenen Wochen hatten jeweils montags bis zu 2500 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert.
Auch in anderen Städten Deutschlands kam es zu zahlreichen Versammlungen gegen die Corona-Politik.