Letztes Update:
20220322210653

19:54
22.03.2022
UPDATE | Ukrainischen Angaben zufolge konnten am Dienstag knapp 6000 Menschen die belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol in Privatautos verlassen. Mehr als 100.000 Menschen warten auf eine Evakuierung, sitzen aber in der Stadt am Asowschen Meer fest, in der die Lage Beobachtern zufolge immer dramatischer wird.
Unweit von Mariupol haben prorussische Separatisten Angaben aus Kiew zufolge einen Hilfskonvoi festgesetzt. Kämpfer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk hätten im zehn Kilometer westlich von Mariupol gelegenen Manhusch mehrere Mitarbeiter des ukrainischen Zivilschutzes als «Geiseln» genommen, sagt Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk im ukrainischen Fernsehen. 
Die festgesetzten Menschen hätten Busse gefahren, in denen Zivilisten aus Mariupol hätten evakuiert werden sollen, sagt Wereschtschuk. Die Fluchtroute sei mit dem Internationalen Roten Kreuz abgesprochen gewesen. 

19:30
22.03.2022
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron spricht mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Bedingungen für einen Waffenstillstand mit der Ukraine. Bei dem etwa einstündigen Telefonat sei es auch um «Sicherheitsvoraussetzungen für substanzielle Themen» gegangen, teilt der Élyséepalast mit. Konkretere Angaben wurden nicht gemacht.
Der Kreml teilt mit, es sei ein «ausführlicher Meinungsaustausch über die Situation um die Ukraine, einschließlich der laufenden Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Vertretern» fortgesetzt worden. 
Macron sprach am Dienstag auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Frankreichs Präsident stehe an der Seite der Ukraine, teilt der Élyséepalast mit. Er bleibe von der Notwendigkeit überzeugt, seine diplomatischen Bemühungen fortzuführen, auch wenn es bisher keine Einigung gebe.

18:42
22.03.2022
Die USA und ihre westlichen Verbündeten werden nach Darstellung des Weißen Hauses diese Woche weitere Sanktionen gegen Russland ankündigen. Dies soll am Donnerstag passieren - im Rahmen der Gipfeltreffen der Nato und der EU in Brüssel, an denen auch US-Präsident Joe Biden teilnehmen wird, wie der Nationale Sicherheitsbeauftragte Jake Sullivan im Weißen Haus sagt. 
Ein wichtiges Element werde es dabei sein, die bestehenden Strafmaßnahmen so zu verschärfen, dass Moskau eine Umgehung der Sanktionen weiter erschwert werde, sagt Sullivan.

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