Letztes Update:
20220321020516

06:40
19.03.2022
Angesichts des Krieges in der Ukraine rechnet CSU-Generalsekretär Stephan Mayer mit weiter stark steigenden Flüchtlingszahlen und sehr langfristigen Herausforderungen für Deutschland. "Der Zustrom an ukrainischen Kriegsflüchtlingen wird noch deutlich zunehmen", sagt Mayer der Deutschen Presse-Agentur. "Ich befürchte, dass uns der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen längerfristig beschäftigen wird."

Viele Ukrainer würden in der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende jetzt noch in der Nähe ihres Heimatlandes bleiben. "Aber je länger der Krieg dauert, desto größer wird aufgrund der Aussichtslosigkeit auf eine Rückkehr in die Heimat auch der Druck, doch weiterzureisen. Und viele davon werden dann auch zu uns kommen", so Mayer.

05:45
19.03.2022
Gewerkschafter warnen vor schlechten Arbeitsbedingungen für aus der Ukraine geflüchtete Menschen im deutschen Arbeitsmarkt. "Wichtig ist, dass die Geflüchteten mit Blick auf ihre Qualifikation nicht automatisch in prekärer Beschäftigung landen", sagt Anja Piel, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Keinesfalls dürfen sie dort Lückenbüßer werden, wo wegen schlechter Bedingungen keine inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten wollen."
Auf seiner Website listet der DGB Fragen und Antworten zur Integration von geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern in den deutschen Arbeitsmarkt auf. Darin heißt es: "Denn Lücken gibt es vor allem dort, wo die Löhne niedrig und die Arbeitsbedingungen schlecht sind, beispielsweise in der Pflege und der Gastronomie."

05:10
19.03.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kontert den Auftritt von Kremlchef Wladimir Putin im Luschniki-Stadion in Moskau mit einem Zahlenvergleich zur Invasion der russischen Armee in die Ukraine. Knapp 100.000 Menschen vor dem Stadion, in der Arena selbst 95.000 Menschen - dies entspreche zusammen etwa der Zahl der russischen Soldaten, die in die Ukraine eingefallen seien, sagt Selenskyj in einer Videoansprache. "Und jetzt stellen Sie sich 14.000 Leichen in diesem Stadion vor, dazu noch Zehntausende verwundete und verstümmelte Menschen." Dies entspreche den Verlusten der russischen Seite seit Beginn des Kriegs.
Selenskyj nimmt diese Zahlen, die sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen lassen, zum Anlass, einmal mehr das sofortige Ende der Kampfhandlungen zu fordern. "Der Krieg muss beendet werden, die Vorschläge der Ukraine liegen auf dem Tisch", wurde er von der Ukrajinska Prawda zitiert.

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