Der Ausbau eines Kanals vom Donaudelta zum Schwarzen Meer in der Ukraine sorgt für Verstimmungen zwischen Bukarest und Kiew. Rumänien befürchtet - ebenso wie zahlreiche Umweltschutzorganisationen - dass der Bystre-Kanal das Ökosystem im Donaudelta bedroht. Deswegen wurde der ukrainische Botschafter in Bukarest ins rumänische Außenministerium einbestellt, berichten rumänische Medien.
Vorher hatte das ukrainische Infrastrukturministerium bekanntgegeben, dass man durch Ausbaggern die Tiefe des Bystre-Kanals von 3,9 Meter auf 6,5 Meter erhöht und dadurch dessen Schiffbarkeit verbessert habe. Angesichts blockierter Verkehrswege durch den russischen Angriffskrieg haben die ukrainischen Donau-Häfen als Transportwege an Bedeutung gewonnen.