Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem Besuch in der Türkei Verständnis für die Empörung über die jüngste Koranverbrennung in Schweden gezeigt. "Ich verstehe und teile den Schmerz, weil ich die Verbrennung des heiligen Buches für eine beschämende Tat halte", sagte Stoltenberg bei einer Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Nicht alle beschämenden, unmoralischen oder provokativen Taten seien illegal, aber es sei wichtig, eine klare Position dazu zu haben. Er begrüße es, dass die schwedische Regierung die Koranverbrennung verurteilt habe und dass es gelungen sei, weitere Demonstrationen mit Koranverbrennungen zu verhindern.
Thema war die Koranverbrennung bei dem Besuch Stoltenbergs in Ankara, weil Präsident Erdogan nach der Tat im Januar einmal mehr gedroht hatte, Schweden könne bei seinem Antrag auf Aufnahme in die Nato nicht mit türkischer Unterstützung rechnen.