In einer aktuellen Analyse berichtet die Denkfabrik International Institute for Strategic Studies mit Sitz in London über hohe Verluste auf beiden Seiten. In der ersten Phase der russischen Invasion seien enorm viele russische Soldaten gefallen. Durch die weitreichende Mobilmachung habe man versucht, dies zu kompensieren - was aber eine Vielzahl an unerfahrenen Kämpfern bedeute. Von der Panzerflotte von vor dem Krieg - bestehend unter anderem aus den Modellen T-72B3 und T-72B3M - sei rund die Hälfte zerstört worden, Moskau habe diese daher durch ältere Modelle ersetzen müssen.
Die ukrainische Ausrüstung habe sich dank der westlichen Unterstützung rapide gewandelt, heißt es in der Bestandsaufnahme. Insgesamt befördere der Krieg eine Abkehr von Ausrüstung aus Sowjetzeiten und einen Trend zur Steigerung der Verteidigungsausgaben in vielen europäischen Ländern. Auch Polen beschleunige die Modernisierung seiner Ausrüstung. Südkorea habe sich in diesem Prozess zum wichtigen Waffenlieferanten entwickelt.