Letztes Update:
20230211020040

19:39
10.02.2023
Die Sportministerien aus 35 Ländern haben sich nach Angaben der litauischen Regierung für einen Ausschluss russischer und belarussischer Sportler von den Olympischen Spielen 2024 in Paris ausgesprochen. Man habe auf einer gemeinsamen Telefonkonferenz vereinbart, eine Erklärung zu verfassen, um Versuche zu verhindern, Sportler aus Russland und Belarus zu internationalen Sportwettkämpfen zurückzuschicken, teilte das litauische Sportministerium auf seiner Internetseite mit. "Wir fordern den Ausschluss russischer und belarussischer Sportler von allen internationalen Wettbewerben, einschließlich der Olympischen Spiele, solange der Krieg in der Ukraine andauert", sagte Ministerin Jurgita Šiugždinienė.
Die Beratung hatte auf Initiative von Großbritannien stattgefunden. Auch Deutschland nahm an der Konferenz teil. "Es gibt aus unserer Sicht keinen Anlass, den russischen und belarussischen Sport zur Rückkehr in die Wettkämpfe einzuladen", teilte ein Sprecher von Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf dpa-Anfrage mit. Die britische Sportministerin Lucy Frazer äußerte sich auf auf Twitter: "Es war ein sehr produktives Treffen von 35 Nationen, und ich habe die Position Großbritanniens sehr deutlich gemacht: Solange Putin seinen barbarischen Krieg fortsetzt, dürfen Russland und Belarus nicht bei den Olympischen Spielen vertreten sein."

18:55
10.02.2023
Bei dem massiven Raketenangriff auf die Ukraine haben russische Truppen nach Kiewer Angaben 71 Marschflugkörper eingesetzt. 61 davon seien abgefangen worden, teilte der ukrainische Generalstab in seinem abendlichen Lagebericht mit. Die Marschflugkörper seien von russischen Schiffen und von Flugzeugen aus gestartet worden. Außerdem habe Russland nach vorläufiger Zählung 29 Raketen des eigentlich zur Luftabwehr bestimmten Systems S-300 auf Bodenziele in der Ukraine abgefeuert. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht.

18:22
10.02.2023
Die durch Kritik am Ukraine-Krieg bekannt gewordene TV-Journalistin Marina Owsjannikowa hat erstmals Einblick in ihre Flucht aus Russland gegeben. Mit Hilfe der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sei sie kurz vor Beginn eines Prozesses im Oktober aus dem Land geschleust worden, berichtete die 44-Jährige in Paris. Gleich zu Beginn habe sie die elektronische Fußfessel weggeworfen, die sie auf Anweisung der Behörden tragen musste. Insgesamt habe sie sieben Mal das Fahrzeug gewechselt. Das letzte Stück bis zur Grenze habe sie mit ihrer elfjährigen Tochter nachts über Äcker zu Fuß zurückgelegt.
Das Bild der Russin ging im März vergangenen Jahres - kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland - um die Welt. Mitten in den Nachrichten des russischen Staatsfernsehens löste die bis dahin als linientreu geltende Mitarbeiterin des Ersten Kanals einen Eklat aus: Sie protestierte im Studio mit dem Schild "No War!". Über welche Strecke ihr Weg in den Westen führte, sagte Oswjannikowa nicht.

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