Die Sportministerien aus 35 Ländern haben sich nach Angaben der litauischen Regierung für einen Ausschluss russischer und belarussischer Sportler von den Olympischen Spielen 2024 in Paris ausgesprochen. Man habe auf einer gemeinsamen Telefonkonferenz vereinbart, eine Erklärung zu verfassen, um Versuche zu verhindern, Sportler aus Russland und Belarus zu internationalen Sportwettkämpfen zurückzuschicken, teilte das litauische Sportministerium auf seiner Internetseite mit. "Wir fordern den Ausschluss russischer und belarussischer Sportler von allen internationalen Wettbewerben, einschließlich der Olympischen Spiele, solange der Krieg in der Ukraine andauert", sagte Ministerin Jurgita Šiugždinienė.
Die Beratung hatte auf Initiative von Großbritannien stattgefunden. Auch Deutschland nahm an der Konferenz teil. "Es gibt aus unserer Sicht keinen Anlass, den russischen und belarussischen Sport zur Rückkehr in die Wettkämpfe einzuladen", teilte ein Sprecher von Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf dpa-Anfrage mit. Die britische Sportministerin Lucy Frazer äußerte sich auf auf Twitter: "Es war ein sehr produktives Treffen von 35 Nationen, und ich habe die Position Großbritanniens sehr deutlich gemacht: Solange Putin seinen barbarischen Krieg fortsetzt, dürfen Russland und Belarus nicht bei den Olympischen Spielen vertreten sein."