Letztes Update:
20230123020029

17:05
22.01.2023
Angesichts globaler Krisen und Veränderungen will die SPD ihre Außen- und Sicherheitspolitik neu definieren. Ein 21 Seiten langes Positionspapier der parteieigenen Kommission für Internationale Politik (KIP) soll am Montag im SPD-Präsidium beraten werden, wie ein Parteisprecher auf Anfrage bestätigte. Zuerst hatte das ARD Hauptstadtstudio über das Papier "Sozialdemokratische Antworten auf eine Welt im Umbruch" berichtet.
"Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine ist der bisher brutalste Bruch mit Grundprinzipien der internationalen Ordnung, die nach dem 2. Weltkrieg mühsam errichtet wurde", heißt es in dem Papier, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mit Blick auf Europa heißt es: "Es ist Zeit, unsere eigene Rolle in der Welt neu zu definieren und mehr Verantwortung dafür zu übernehmen, was Grundlage für Wohlstand, Freiheit und Frieden bei uns ist: eine regelbasierte, internationale Ordnung." Deutschland komme dabei eine ganz zentrale Rolle zu.
Die Autoren weisen Deutschland etwa eine Führungsrolle in Europa zu. Mit Blick auf Russland heißt es unter anderem, vor allem Deutschland habe zu lange ausschließlich auf eine kooperative Zukunft mit Russland gesetzt. Solange sich in Russland nichts fundamental ändere, müsse die Sicherheit Europas vor Russland organisiert werden.

15:47
22.01.2023
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht sich erneut mit Nachdruck für einen Nato-Beitritt seines Landes zum Schutz vor Russlands Aggression aus. Selenskyj habe bei einem Treffen mit dem früheren britischen Premierminister Boris Johnson eine Mitgliedschaft in der Allianz als "beste Sicherheitsgarantie" für das Land genannt, teilte der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, in Kiew mit. Es sei wichtig, das Ziel einer Nato-Mitgliedschaft aktiv voranzutreiben. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte das Streben der Ukraine in die Nato als einen Grund für den Krieg genannt.
Nach Darstellung von Jermak sprachen Selenskyj und Johnson auch über den von der Ukraine vorgeschlagenen Friedensgipfel. Einen Termin für ein solches Treffen gibt es bisher nicht. Russland hat überdies die Forderungen Selenskyjs, der neben Sicherheitsgarantien auch einen vollständigen Abzug der Kremltruppen von ukrainischem Gebiet gefordert hat, als unrealistisch zurückgewiesen.

14:45
22.01.2023
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) beschwört die deutsch-französische Freundschaft und die Einigkeit Europas im Angesicht des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Vor Kurzem habe noch gegolten: "Frieden schien selbstverständlich, vor allem für die junge Generation", sagte Bas in Paris beim Festakt zum 60. Jahrestag des Élysée-Vertrags, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Grundlage für die Versöhnung Deutschlands und Frankreichs gelegt hatte. 
Seit fast einem Jahr stürben in Europa Menschen in einem verbrecherischen Krieg, sagte Bas. Sie sagte der Ukraine Unterstützung beim Wiederaufbau und dem Weg in die Europäische Union zu. Vom ersten Augenblick des Kriegs an habe Europa überwältigende Solidarität mit dem angegriffenen Land gezeigt, was auch im eigenen Interesse sei. "Es geht um die Sicherheit unseres Kontinents." Es gehe auch um Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Wenn Sie diese Inhalte sehen möchten, müssen zu deren Darstellung Ihre IP-Adresse, Datum, Uhrzeit sowie Daten zu Ihrem Browser und Endgerät an den Diensteanbieter übermittelt werden. Auf die weitere Datenverarbeitung dort haben wir keinen Einfluss. Ihre Entscheidung solche Inhalte anzuzeigen, wird nur bis zur Beendigung der App oder Ihres Browsers gespeichert.
www.pz-news.de/datenschutz
Inhalte anzeigen