Geplante Abrüstungsgespräche zwischen Moskau und Washington zu strategischen Atomwaffen sind kurzfristig verschoben worden. "Russland hat einseitig das Treffen verschoben und erklärt, neue Daten vorzuschlagen", teilte die US-Botschaft in Moskau der Tageszeitung Kommersant zufolge mit. Das Außenministerium in Moskau bestätigte die Verschiebung der geplanten Konsultationen.
Eigentlich sollten in Kairo vom 29. November bis 6. Dezember Gespräche über die Zukunft des START-Vertrags zur Reduktion strategischer Atomwaffen laufen. Geplant war, dass beide Seiten während der Konsultationen die jeweiligen Vorwürfe der Gegenseite anhören. Das betrifft vor allem die Frage der gegenseitigen Inspektionen von strategischen Waffen. Russland hatte im August, wenige Monate nach Kriegsbeginn gegen die Ukraine, die Kontrolle seines Atomwaffenarsenals durch die USA gestoppt. Die Begründung war, dass eine russische Überprüfung amerikanischer Atomwaffen durch die westlichen Sanktionen behindert werde.