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11:45
20.11.2022
UPDATE | Am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja hat es nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder mehrere starke Explosionen gegeben. IAEA-Experten vor Ort hätten von Dutzenden Einschlägen in der Nähe und auf dem Gelände der größten europäischen Atomanlage berichtet, teilt die Behörde mit. IAEA-Experten sahen die Explosionen demnach teils von ihren Fenstern aus. Das Management der Anlage habe Schäden an einigen Gebäuden, Systemen und Geräten gemeldet. Die Schäden beeinträchtigten aber bislang nicht die nukleare Sicherheit. Es habe keine Verletzten gegeben. 
Das russische Verteidigungsministerium beschuldigt die ukrainischen Streitkräfte, das Kernkraftwerk seit gestern massiv mit Artillerie zu beschießen. Allein heute Morgen sei mit zwölf großkalibrigen Geschossen auf die Anlage gezielt worden, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Der ukrainische Kraftwerkbetreiber Enerhoatom spricht von mindestens zwölf Angriffen von russischer Seite, durch die mehrere Infrastrukturanlagen des Atomkraftwerks beschädigt worden seien. Der Umfang der Schäden und Zerstörungen werde noch ermittelt, heißt es nach Angaben der Agentur Unian in einer Mitteilung von Enerhoatom.  

10:17
20.11.2022
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft mehr als 8300 Zivilisten getötet worden. Unter ihnen seien 437 Kinder, teilt Generalstaatsanwalt Andrij Kostin nach Angaben des Internetportals Unian mit. Mehr als 11.000 Menschen seien in dem fast neun Monate andauernden Krieg verletzt worden. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte Kostin zufolge aber höher liegen, da ukrainische Behörden zu einigen von Russland besetzten Gebieten noch keinen Zugang hätten.
Die ukrainischen Behörden registrierten den Angaben zufolge mehr als 45.000 Kriegsverbrechen. 216 Personen seien als mutmaßliche Kriegsverbrecher gemeldet worden, darunter 17 russische Kriegsgefangene. Von 60 angeklagten Personen seien bisher zwölf verurteilt worden.

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