Ukrainische Kriegsflüchtlinge in Bulgarien, die in privaten Hotels am Schwarzen Meer untergebracht sind, werden den Winter dort verbringen können. Eine geplante Verlegung von rund 11.000 Geflüchteten in staatliche Ferienheime in entlegenen Regionen hat die Regierung in Sofia zurückgenommen, nachdem Ukrainerinnen mit Kleinkindern etwa in den Badeorten Slantschew Brjag und Slatni Pjassazi protestiert hatten. Die Frauen beklagen, dass es in den entlegenen Ferienregionen kaum Läden, Apotheken und ärztliche Versorgung gebe.
Geflüchtete Menschen dürfen nun für vier weitere Monate in Privathotels bleiben. Hoteliers erhalten für ihre Unterbringung und Verpflegung vom Staat 15 Lewa (7,66 Euro) pro Person pro Tag. Die Branche fordert allerdings eine deutlich höhere Bezahlung für diese Dienstleistungen. Neue Flüchtlinge aus der Ukraine sollen allerdings in ein Aufnahmezentrum kommen und dann in staatlichen Ferienheimen untergebracht werden.