UPDATE | Bundeskanzler Scholz hat beim G20-Gipfel offen gelassen, wieviele Mitglieder der Staatengruppe den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilen. Der SPD-Politiker räumt vor Journalisten ein, dass "natürlich hier auch andere Ansichten existieren. Die sind aber nicht ausgezählt". Das deutet darauf hin, dass in der G20-Gruppe neben Russland weitere Länder den Krieg weiter nicht verurteilen wollen.
In dem Entwurf für die Abschlusserklärung heißt es: "Die meisten Mitglieder verurteilten den Krieg in der Ukraine aufs Schärfste und betonten, dass er immenses menschliches Leid verursacht." Was "die meisten" genau heißt, wird darin offen gelassen. Scholz sagte, es gebe eine "gewisse Ambiguität" (Doppeldeutigkeit) bei den Ländern, die sich enthalten haben. Viele seien trotz ihres Votums "innerlich davon überzeugt, dass dies ein ungerechter Krieg ist".