Der
Krieg in der Ukraine erschwert die Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge drastisch. "Wir müssen feststellen, dass nach fast 30 Jahren guter Zusammenarbeit die Versöhnungsarbeit in Scherben liegt", sagt Diane Tempel-Bornett, Sprecherin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel. Die Kriegsgräberstätten in Russland würden weiter gepflegt, auch Exhumierungen könnten in vielen Bereichen noch durchgeführt werden. "Das sind wir auch den Angehörigen schuldig." Allerdings gebe es dort keine feierlichen Einbettungsveranstaltungen mit offiziellen Delegationen und Geistlichen.
Die
Beziehung zu Russland spielt bei der Kriegsgräberfürsorge eine besondere Rolle, weil die Opferzahlen im Zweiten Weltkrieg im Osten sehr viel größer waren als im Westen. Auch in Deutschland liegen sowjetische Soldaten begraben.