Letztes Update:
20221103020032

15:11
01.11.2022
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu kündigt eine Fortsetzung der Raketenangriffe auf die ukrainische Infrastruktur an. Damit würden "effektiv" Objekte zerstört und das militärische Potenzial der Ukraine reduziert, so Schoigu. Am Vortag hatte Russland einmal mehr viele ukrainische Energieanlagen beschossen. Die Ukraine wirft Russland "Energieterror" vor. In vielen Regionen gab es wegen der Schäden an Kraftwerken keinen Strom.
Minister Schoigu informiert auch über den Beginn der Einberufung neuer Soldaten zum Wehrdienst mit dem 1. November. Er betont, dass die neuen Rekruten nicht ins Kriegsgebiet geschickt werden sollten. Solche Ankündigungen gab es auch zu Kriegsbeginn im Februar; danach stellte sich heraus, dass dort auch Wehrdienstleistende kämpften. Alle würden nach dem Dienst nach Hause geschickt, sagt Schoigu nun.

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14:21
01.11.2022
Japans Ministerpräsident Fumio Kishida warnt Russland vor einem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine. Entsprechende Signale Russlands seien "sehr beunruhigend", sagt er in Tokio nach einem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Geschichte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 77 Jahren dürfe nicht vernachlässigt werden. "Wenn Russland Atomwaffen einsetzen würde, wäre dies ein feindseliger Akt gegen die gesamte Menschheit." Die internationale Gemeinschaft würde dies niemals dulden.
Steinmeier dankte Kishida für die "klare Haltung" Japans zum Angriffskrieg Russlands. "Japan hat wie wir diesen völkerrechtswidrigen brutalen Krieg in der Ukraine verurteilt und seine Solidarität mit der jungen Demokratie in der Ukraine zum Ausdruck gebracht." Der Krieg führe vor Augen, dass in einer globalisierten Welt kein Konflikt mehr regional begrenzt sei. "Die Folgen sind global spürbar."

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