Letztes Update:
20221010113749

11:37
10.10.2022
Nach russischen Raketenangriffen ist der Luftalarm in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach mehr als fünfeinhalb Stunden aufgehoben worden. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur im Zentrum der Metropole berichtete, dass Menschen die Keller verließen und auf den Straßen wieder Fußgänger zu sehen seien.
Nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko wurde der Verkehr auf allen U-Bahn-Linien der Hauptstadt vorerst wieder aufgenommen. Er rief die Bewohner aber zur Vorsicht auf. "Fahren Sie heute nicht ohne Not in die Stadt", teilte er bei Telegram mit. "Ich erinnere Sie auch daran, dass U-Bahn-Stationen auch als Schutzräume funktionieren."

11:35
10.10.2022
Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine wird in der EU ein weiteres Jahr schnell und unkompliziert Schutz gewährt. Die entsprechenden Regeln werden mindestens bis März 2024 verlängert, wie EU-Innenkommissarin Ylva Johansson in Brüssel sagte. Eine Bestätigung der EU-Staaten sei nicht nötig. Die jüngsten Angriffe auf ukrainische Städte zeigten, wie wichtig die Solidarität mit dem Land sei, sagte Johansson.
Derzeit stehen Johansson zufolge rund 4,2 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in der EU unter dem vorübergehenden Schutz.

11:30
10.10.2022
Bis Ende August sind in Deutschland rund 952.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert worden. Die meisten Zuzüge seien im März (431.000) und April (198.000) und damit in den beiden ersten Monaten nach dem russischen Angriff gezählt worden, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt. Danach sank die Zuwanderung wieder, lag aber auch im Juli (58.000) und im August (70.000) deutlich über dem Vorjahresniveau von monatlich durchschnittlich 1000 Zuzügen aus dem Land.
Seit Mai gingen Ukrainer auch verstärkt zurück: Von Februar bis einschließlich August wurden den Angaben zufolge 78.000 Fortzüge registriert. Die Nettozuwanderung nach Deutschland aus der Ukraine betrage demnach in dem Zeitraum 874.000 Personen. Das Bundesamt wies aber darauf hin, dass die Zahlen zu niedrig ausfielen, wenn Personen sich nicht bei den Behörden abmeldeten.

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