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17:49
03.10.2022
In Litauen unterstützt die Bevölkerung größtenteils den Einreisestopp für Russen mit Schengen-Visum. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Vilmorus hervor. Der Einreise-Stopp war Mitte September von den Regierungen der baltischen Staaten und Polens verhängt worden. Unter den Befragten unterstützen mehr als ein Drittel (34,3 Prozent) die Maßnahme uneingeschränkt, ein weiteres gutes Viertel (28,2 Prozent) gab an, sie eher zu befürworten als abzulehnen.
Strikt gegen das Einreiseverbot sprachen sich in der Umfrage, die von der Nachrichtenagentur BNS in Auftrag gegeben wurde, 11,1 Prozent der Befragten aus, weitere 13,2 Prozent waren eher dagegen. Der Rest hatte dazu keine Meinung. Als Reaktion auf Russlands Krieg gegen die Ukraine hatte Litauen zusammen mit Estland, Lettland und Polen am 19. September die Einreise für viele Menschen aus dem Nachbarland gestoppt - auch falls diese über gültige Schengen-Visa verfügen.

17:08
03.10.2022
Deutschlands Botschafter in Russland, Géza Andreas von Geyr, hat mit Blick auf die deutsche Wiedervereinigung vor 32 Jahren die derzeit zutiefst angespannten Beziehungen zwischen Ost und West bedauert. "Der 24. Februar, der Angriffskrieg Russlands auf den souveränen Staat Ukraine und dessen Folgen haben alles verändert", heißt es in von Geyrs vorab verbreitetem Redetext. "Unsere politischen Beziehungen sind auf einem Tiefpunkt, und es ist kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Ja, es ist nicht einmal ein Tunnel zu erkennen."
Zu der Veranstaltung, die erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder auf dem Botschaftsgelände stattfand, waren neben deutschen Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft auch Mitglieder der russischen Zivilgesellschaft eingeladen. Viele von ihnen sind allerdings seit Kriegsbeginn ins Ausland geflüchtet. Und auch aufgrund der Ausweisung Dutzender Botschaftsangehöriger fiel die Feier deutlich kleiner aus als in der Vergangenheit.

16:42
03.10.2022
Der ukrainische Leiter des russisch besetzten Atomkraftwerks Saporischschja ist nach seiner Festnahme wieder in Freiheit. Das berichtete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in Wien. "Ich habe die Bestätigung erhalten, dass Herr Muraschow wieder sicher zu seiner Familie zurückgekehrt ist", schrieb Grossi auf Twitter.
Nach ukrainischen Angaben wurde Ihor Muraschow am Freitag von Moskauer Truppen entführt. Russische Behörden sprachen der IAEA gegenüber hingegen von einer vorübergehenden Festnahme. Grossi hatte am Wochenende gewarnt, dass die Festnahme des AKW-Chefs schwerwiegende Auswirkungen auf das Sicherheitsmanagement des größten Atomkraftwerks in Europa habe. Außerdem werde dadurch der psychologische Druck auf die übrigen ukrainischen AKW-Mitarbeiter in Saporischschja weiter erhöht. Die IAEA hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Dauerstress zu Bedienungsfehlern im Kraftwerk führen kann.

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