Letztes Update:
20221004020056

12:06
03.10.2022
Nach Kritik auch von Kremlchef Wladimir Putin an Fehlern bei der Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine kehren nach offiziellen Angaben immer mehr Reservisten zu ihren Familien zurück. In der Region Chabarowsk im äußersten Osten Russlands sagte Gouverneur Michail Degtjarjow, dass von "einigen Tausend" Einberufenen inzwischen die Hälfte zurückgekehrt sei. Sie waren demnach eingezogen worden, obwohl sie nicht den Kriterien entsprachen. Der verantwortliche Leiter des Kreiswehrersatzamtes sei entlassen worden, schrieb Degtjarjow im Nachrichtenkanal Telegram.
Wie es zu den Fehlern kommen konnte, erklärte der Gouverneur nicht. Eingezogen werden sollen im ganzen Land mindestens 300.000 Reservisten, um in den besetzten ukrainischen Gebieten nach zahlreichen Niederlagen der russischen Armee die Stellung zu halten. Hunderttausende Russen sind ins Ausland geflohen, um nicht in den Kriegsdienst geschickt zu werden.

11:44
03.10.2022
Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sieht keinen Anlass für übermäßige Angst in Deutschland vor den Folgen eines Atomunfalls in der Ukraine. Die Bevölkerung, die im unmittelbaren Umfeld der Atomkraftwerke in der Ukraine lebe, sei einer ungleich größeren Gefahr ausgesetzt als die deutsche, sagte Lemke den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aufgrund der Entfernung zur Ukraine ist es selbst in einem Worst-Case-Szenario unwahrscheinlich, dass eine Einnahme von Jodtabletten in Deutschland erforderlich werden könnte." Selbst für diesen Fall habe man die nötige Vorsorge getroffen. "Zusammen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz haben wir die Lage und alle Vorkehrungen genau im Blick."
Der Beschuss von Anlagen des russisch besetzten AKW Saporischschja hat international Angst vor einer Atomkatastrophe ausgelöst. Auch in der Nähe eines anderen Atomkraftwerks in der Südukraine war Kiew zufolge eine russische Rakete eingeschlagen.

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11:43
03.10.2022
UPDATE  Wie mehrere europäische Länder hat auch Polen den russischen Botschafter einbestellt. Das Außenministerium in Warschau habe Botschafter Sergej Andrejew die polnische Position zu der illegalen Annexion von vier ukrainischen Regionen durch Russland mitgeteilt, sagt ein Sprecher. Dies sei eine Aktion mehrerer EU-Länder, die alle vereinbart hätten, den russischen Botschaftern etwa zur gleichen Zeit ihre Haltung klarzumachen. Auch die Bundesregierung und Italien haben die russischen Botschafter einbestellt. In Belgien geschah das schon am Freitag.

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