Letztes Update:
20220925020034

10:55
24.09.2022
Der immense Verlust an Kaufkraft und die Kostenexplosion wegen hoher Energiepreise für Unternehmen führen die deutsche Wirtschaft nach Auffassung von Volkswirten geradewegs in die Rezession. Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research sieht für das nächste Jahr sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,5 Prozent voraus. Andere Volkswirte sehen einer dpa-Umfrage zufolge die Auswirkungen etwas milder, die Konjunktur aber immer noch deutlich auf Talfahrt. "Der Konjunkturabschwung wird auch am Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen", sagt Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW.
Vor allem die privaten Haushalte und ihre Kaufkraft müssen schwer Federn lassen. "Durch die hohe Inflation hat sich die Finanzlage der privaten Haushalte seit Jahresbeginn erheblich verschlechtert", kommentiert Köhler-Geib. "Im zweiten Quartal waren die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nach Abzug der Inflationsrate 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Im zweiten Halbjahr werden die Realeinkommen voraussichtlich weiter sinken", sagt sie. 

extern
Inhalte anzeigen

10:43
24.09.2022
Vor den Bund-Länder-Gesprächen über das geplante dritte Entlastungspaket der Bundesregierung fordert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) eine gerechtere Verteilung der Kosten. In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagt Wüst, es müsse zu einer fairen Verteilung der Lasten kommen, "damit wir als Länder noch in der Lage sind, unserer Verantwortung nachzukommen". 

10:05
24.09.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz sichert eine zügige Umsetzung der vorgesehenen weiteren Entlastungen wegen der hohen Energiepreise zu. "Die Gesetzgebungsmaschine ist angelaufen und wird ganz, ganz schnell die notwendige Unterstützung organisieren", sagt der SPD-Politiker in seiner nun  veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft. Es gehe um Unterstützung für Haushalte, Familien und für diejenigen, die wenig Geld verdienen - aber auch für Unternehmen, die jetzt hohe Energierechnungen hätten und nicht wüssten, wie sie ihr Geschäft weiter aufrechterhalten sollen.
Scholz bekräftigt mit Blick auf die Preise für Elektrizität, Wärme und Gas: "Die sind zu hoch, und die müssen runter." Bei Strom solle dafür eine Veränderung des "Marktdesigns" sorgen. Zu den Gaspreisen sei eine Kommission eingesetzt worden, und es gebe Gespräche mit der Europäischen Union und mit all denjenigen, die Gas nach Europa und nach Deutschland exportieren. 

Wenn Sie diese Inhalte sehen möchten, müssen zu deren Darstellung Ihre IP-Adresse, Datum, Uhrzeit sowie Daten zu Ihrem Browser und Endgerät an den Diensteanbieter übermittelt werden. Auf die weitere Datenverarbeitung dort haben wir keinen Einfluss. Ihre Entscheidung solche Inhalte anzuzeigen, wird nur bis zur Beendigung der App oder Ihres Browsers gespeichert.
www.pz-news.de/datenschutz
Inhalte anzeigen