Letztes Update:
20220920020055

18:02
19.09.2022
Mehrere AfD-Abgeordnete bereisen eigenen Angaben zufolge derzeit Russland. Geplant sei auch "ein Besuch der Ostukraine", teilte die AfD-Fraktion im sachsen-anhaltischen Landtag mit. Zur Delegation gehörten auch die Landtagsabgeordneten Daniel Wald und Hans-Thomas Tillschneider, hieß es. Die Gruppe wolle sich ein "eigenes Bild der humanitären Lage machen". Der scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, warf den Politikern in einem Beitrag auf Twitter vor, mit dem geplanten Besuch in die russisch besetzten Gebiete in der Ostukraine den russischen "Vernichtungskrieg zu unterstützen". Laut Melnyk gehören auch nordrhein-westfälische AfD-Abgeordnete zur Reisegruppe.

17:22
19.09.2022
Die Außenminister Russlands und Frankreichs haben über die angespannte Sicherheitslage in dem von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja gesprochen. "Wichtig ist, dass es in der Ukraine nicht zu einem Nuklearunfall kommt in Folge der russischen Besatzung", sagte Frankreichs Chefdiplomatin Catherine Colonna vor Journalisten in New York.
Lawrow erneuerte den Vorwurf Moskaus, wonach ukrainische Soldaten mit vom Westen gelieferten Waffen Infrastrukturanlagen wie das AKW beschießen sollen. Sie beschwören damit eine nukleare Katastrophe herauf, wie er sagte. Der Beschuss müsse aufhören, forderte Lawrow nach Angaben seines Ministeriums. Nach ukrainischer Darstellung wiederum beschießen die russischen Truppen das Kraftwerk selbst, um die Ukrainer für die Schäden verantwortlich zu machen. Experten der Internationalen Atomenergiebehörde haben die Sicherheitslage an Europas größtem AKW untersucht. Ihr Bericht geht aber nicht auf die Frage ein, welche Seite schießt.

16:53
19.09.2022
Mit Blick auf die Kämpfe um das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja hat Polens Innenministerium landesweit Jodtabletten an die Berufsfeuerwehr ausgegeben. Für jeden polnischen Bürger werde eine ausreichende Menge an Kaliumjodid-Tabletten bereitgehalten, teilte das Ministerium in Warschau mit. "Dabei handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Standardverfahren, das im Falle eines möglichen Strahlungsnotfalls angewendet wird." Eine aktuelle Belastung durch atomare Strahlung gebe es aber nicht. Die Behörde warnte die Bürger auch davor, Jodtabletten prophylaktisch einzunehmen.
In Deutschland hält der Bund fast 190 Millionen hochdosierte Jodtabletten vor, um diese bei einer möglichen Havarie eines Atomkraftwerks an die Bevölkerung auszugeben. Die Einnahme von Jodtabletten schützt dabei ausschließlich vor der Aufnahme von radioaktivem Jod in die Schilddrüse, nicht vor der Wirkung anderer radioaktiver Stoffe.

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