Letztes Update:
20220909020140

15:44
06.09.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die deutsche Rolle bei der Unterstützung der Ukraine mit schweren Waffen vor allem in der Lieferung von Luftverteidigungssystemen und Artillerie. Eine "gewisse Arbeitsteilung" sei bei der militärischen Unterstützung sinnvoll, sagt der SPD-Politiker in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf eine Frage nach seiner Haltung zur ukrainischen Bitte um deutsche Leopard-2-Kampfpanzer. "Deutschland kann einen Schwerpunkt auf Luftverteidigung und Artillerie legen." Ein eindeutiges Nein zur Lieferung von Kampfpanzern kommt von Scholz allerdings nicht. Der Kanzler verweist darauf, dass man sich bei den Waffenlieferungen eng mit den Verbündeten und vor allem mit den USA abstimme. "Die Lage ist dynamisch", sagt Scholz.

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15:36
06.09.2022
Seit Wiederaufnahme der Getreideausfuhr aus der Ukraine haben rund 100 Schiffe mit 2,5 Millionen Tonnen Agrarprodukten an Bord das Land verlassen. Das sagt der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter UN-Vermittlung jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen.

15:09
06.09.2022
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert nach ihren ersten Untersuchungen im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja dringende Maßnahmen zur Verhinderung eines Atomunfalls. "Die IAEA ist weiterhin schwer besorgt über die Lage", schreibt IAEA-Chef Rafael Grossi in seinem Untersuchungsbericht. Die Situation sei "unhaltbar". Es sei daher dringend notwendig, eine nukleare Sicherheitszone rund um das von russischen Truppen besetzte AKW einzurichten, so Grossi. Alle an dem Konflikt beteiligten Seiten müssten sich darauf einigen.
Grossi berichtet unter anderem, das russische Panzerfahrzeuge in Turbinenhallen stationiert seien. Er fordert den Abzug der Geräte, da sie die Sicherheit der Anlage gefährden könnten. Die Lage der ukrainischen Mitarbeiter des AKW, die seit Monaten unter russischer Besastzung ihren Dienst verrichten, sei ebenfalls unhaltbar. Es gebe zu wenig Personal, und die verbliebenen Experten seien so hohem Stress ausgesetzt, dass Bedienungsfehler passieren könnten

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