Das
UN-Menschenrechtsbüro kritisiert die
Entscheidung des Bezirksgerichts in Moskau, die der kremlkritischen Zeitung
"Nowaja Gaseta" die Zulassung entzogen haben. "Der Entscheid gegen
'Nowaja Gaseta' ist ein weiterer
Schlag gegen die Freiheit der russischen Medien", sagt die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros in Genf, Ravina Shamdasani. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine seien die Medien noch stärkeren Einschränkungen ausgesetzt.
Die Zeitung hatte kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor einem halben Jahr
ihr Erscheinen einstellen müssen. Muratow begründete das damals mit der Sorge um das Wohl der Korrespondenten, nachdem in Russland ein "Fake-News-Gesetz" in Kraft getreten war. Es sieht
hohe Haftstrafen für Journalisten vor,
deren Veröffentlichungen offiziellen Verlautbarungen widersprechen.