Letztes Update:
20220909020140

19:07
23.08.2022
Sechs Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor einem Nachlassen der militärischen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine gewarnt. "Ich sage nicht, dass es einfach ist. Es verlangt harte Arbeit", sagte Stoltenberg in einem Interview mit dem Nachrichtenportal "ZDFheute.de". Er setze sich in Zusammenarbeit mit anderen Staats- und Regierungschefs der Allianz in Europa und Nordamerika dafür ein, weiterhin Unterstützung sicherzustellen, sagte der Nato-Generalsekretär. Gerade erst hätten die USA weitere 800 Millionen US-Dollar für Waffenlieferungen an die Ukraine freigegeben.
Zwar würden die Staaten für ihre Unterstützung "einen Preis bezahlen", etwa "als Konsequenz der Sanktionen und natürlich infolge der Tatsache, dass Russland Energie als Waffe nutzt". Aber es gebe "keine Alternative", so Stoltenberg. "Der Preis, den wir zahlen würden, wenn wir die Ukraine nicht unterstützen und Russland gewinnen würde, wäre viel höher." Nicht zu handeln, suggeriere, dass aggressive und militärische Aktionen belohnt würden. Das schaffe für alle "eine gefährlichere Welt." 

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18:39
23.08.2022
Zum zweiten Mal binnen sechs Tagen ist Munition in einem russischen Depot an der Grenze zur Ukraine detoniert. Der Gouverneur der russischen Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, sprach von einer Selbstzündung der Geschosse, die noch nicht entschärft worden seien. In großer Hitze habe die Linsenwirkung, die Sonnenlicht verstärkt, eine Rolle gespielt. Niemand sei verletzt worden, meldete die Agentur Interfax am Dienstag nach diesen Angaben. Die örtliche Bevölkerung sei in ein Sanatorium gebracht worden.
In dem Munitionslager bei dem Dorf Timonowo, etwa 4,5 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt, war es schon am vergangenen Donnerstag zu heftigen Explosionen gekommen. Ähnliche Vorfälle mit hohen Schäden gab es in den vergangenen zwei Wochen auch auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Russische Behörden sprachen jeweils von Unfällen und Fahrlässigkeit. Allerdings legen die Umstände nahe, dass es sich eher um ukrainische Angriffe handelte.

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