Letztes Update:
20220909020140

13:19
19.08.2022
Die Bundesnetzagentur weist Äußerungen von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zurück, wonach die Behörde im Fall einer Gasmangellage den Süden und Osten bei der Gaszuteilung benachteiligen will. "Die Bundesnetzagentur ist für ganz Deutschland da, und sie wird für ganz Deutschland alles tun, dass es nicht zu einer bundesweiten oder regionalen Gasmangellage kommt", sagte Behördenpräsident Klaus Müller der Deutschen Presse-Agentur. "Ich denke, das weiß auch jeder."
Die CSU im Bundestag hatte die Bundesregierung aufgefordert, eine Benachteiligung einzelner Regionen bei der Gasversorgung in diesem Winter zu verhindern. "Die Bundesnetzagentur macht klar, dass sie den Süden und den Osten Deutschlands bei der Energieverteilung benachteiligen will", hatte Dobrindt der dpa gesagt. Dies sei nicht akzeptabel.

12:48
19.08.2022
Die Gasspeicher in Deutschland können trotz des hohen Gaspreises weiter befüllt werden. Darauf hat der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur hingewiesen. Der Füllstand aller Speicher lag nach jüngsten Daten der europäischen Gasspeicherbetreiber bei gut 78 Prozent.
Deutschlands größter Speicher im niedersächsischen Rehden war zu 58 Prozent gefüllt. Aus technischen Gründen nimmt bei diesem Porenspeicher die tägliche Einspeisekapazität mit zunehmendem Füllstand ab. Auf den Speicher in Rehden entfallen allein rund 18 Prozent der gesamten deutschen Speicherkapazität. Am 1. November sollen die deutschen Speicher zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein.

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12:16
19.08.2022
Die wieder anziehenden Gaspreise erhöhen den Druck auf den Energiekonzern Uniper. "Klar ist, dass bei weiter steigenden Gaspreisen die Verluste größer werden", sagt ein Sprecher auf Nachfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Gaspreis in Europa hatte in den vergangenen Tagen wieder zu einem Höhenflug angesetzt. Weiter quantifizieren wollte der Uniper-Sprecher die Verluste nicht. Damit rücken zusätzlich stützende Maßnahmen für Uniper näher.
Das im Juli vereinbarte Rettungspaket sieht vor, dass der Bund für weitere Unterstützung bereitsteht, wenn die Verluste für die Ersatzbeschaffung einen Betrag von 7 Milliarden Euro übersteigen. Voraussetzung ist, dass diese nicht durch operative Gewinne aus den anderen Geschäftsbereichen kompensiert werden können. Uniper muss wegen der Lieferausfälle bei russischem Gas für viel Geld anderes Gas am Markt zukaufen, um die Lieferverträge mit seinen Kunden zu erfüllen.

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