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10.08.2022
Die russischen Behörden haben bei der Journalistin Marina Owsjannikowa wegen angeblicher Diskreditierung der russischen Armee eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Sicherheitsbeamten seien in das Haus eingedrungen, ohne die Ankunft von Owsjannikowas Rechtsbeistand abzuwarten, teilte der Anwalt Dmitri Sachwatow der Bürgerrechtsinitiative OWD-Info zufolge mit. Owsjannikowa, die schon mehrere Geldstrafen wegen ihrer Kritik am russischen Angriffskrieg bezahlen musste, droht nun eine lange Haftstrafe.
Owsjannikowa hatte als Mitarbeiterin des russischen Staatsfernsehens im März in einer Live-Sendung ein Protestplakat gegen den Krieg gezeigt. Dafür bekam die bis dahin als linientreu geltende Redakteurin weltweit Anerkennung. Zuletzt hatte Owsjannikowa im Moskauer Stadtzentrum in Sichtweite des Kremls ein Plakat mit der Aufschrift "Putin ist ein Mörder, seine Soldaten Faschisten" hochgehalten. Nach der Gesetzesverschärfung können Handlungen, die die russischen Streitkräfte diskreditieren, mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren bestraft werden.

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