Der scheidende ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, kritisiert die jüngsten Äußerungen von Altkanzler Schröder zur Friedensbereitschaft Moskaus. Er sehe kein Anzeichen dafür, dass Putin bereit sei zu verhandeln, sagt Melnyk im ZDF. "Das erste Zeichen wäre, wenn Putin zumindest jetzt aufhört, auf Zivilisten zu schießen und Städte zu bombardieren. Das wäre eine bessere Botschaft als das, was wir jetzt von Herrn Schröder gehört haben."
Auch Ukraines Präsident Selenskyj ging in seiner abendlichen Videoansprache indirekt auf Schröder ein. Ohne den 78-Jährigen beim Namen zu nennen, erklärte er, es sei "widerwärtig", wenn ehemalige Staatschefs von Demokratien nun für eindeutig undemokratische Regierungen tätig seien.