Ex-Kanzler Gerhard Schröder empfiehlt angesichts der Gaskrise die Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2. "Sie ist fertig. Wenn es wirklich eng wird, gibt es diese Pipeline, und mit beiden Nord-Stream-Pipelines gäbe es kein Versorgungsproblem für die deutsche Industrie und die deutschen Haushalte", sagt das SPD-Mitglied in einem Interview mit dem Stern und dem Sender RTL/ntv. Schröder bezeichnet die Inbetriebnahme mit Blick auf mögliche Gasengpässe als die "einfachste Lösung".
Auch zur Debatte um aktuell geringe Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 äußert sich Schröder - er sieht hier Siemens Energy in der Verantwortung. Die Turbinen, die man brauche, um das Gas überhaupt in die Pipeline zu bringen, kämen von dem Unternehmen und müssten regelmäßig gewartet werden. Aber das Unternehmen habe "die gerade viel debattierte Turbine aus der Wartung in Kanada nach Mülheim an der Ruhr gebracht. Warum sie dort ist und nicht in Russland, verstehe ich nicht."