Letztes Update:
20220727020543

09:05
26.07.2022
Die Aussicht auf eine neuerliche Drosselung der Gaslieferungen aus Russland treibt den Erdgaspreis weiter an. Der Preis stieg am Vormittag für eine Megawattstunde zur Lieferung im August um rund fünf Prozent auf rund 185 Euro. Es handelt sich dabei um den Terminkontrakt TTF für niederländisches Erdgas, der an den Märkten als Richtschnur für die europäischen Gaspreise betrachtet wird. Schon gestern waren die Erdgaspreise in Europa deutlich angestiegen. 

08:50
26.07.2022
Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Andreas Kuhlmann, spricht sich im Zusammenhang mit der angekündigten erneuten Drosselung der Gaslieferungen durch Russland von einem "perfiden Wirtschaftskrieg". "Mit dem konnten wir rechnen. Wir müssen uns jetzt auf unsere Kräfte konzentrieren", sagt Kuhlmann in einem Interview des Radiosenders Bayern 2. Die geringere Liefermenge habe Folgen. 
"Die Lage der Speicher ist dadurch natürlich nochmal schwieriger geworden", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der bundeseigenen Denkfabrik weiter.Der Dena-Chef wirbt dafür, Gas zu sparen, wo es möglich sei. Die Industrie habe bereits angekündigt, die Produktion zurückzunehmen. 

08:05
26.07.2022
Auf Deutschland und Europa kommt aus Sicht der deutschen Industrie ein langfristig andauernder Gasmangel zu. "Dieser Testfall für europäische Solidarität muss Putin zeigen, dass die EU im Ernstfall zusammensteht", sagt Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie, zum Sondertreffen der Energieminister. 
Der EU-Notfallplan sei ein wichtiger Schritt für europäische Solidarität. "Die akute Energiekrise lässt sich nur gemeinsam europäisch lösen. Es gilt, dem russischen Aggressor entschlossen und Seite an Seite die Stirn zu bieten, anstatt alte Grabenkämpfe fortzuführen."

07:50
26.07.2022
Die drohende Gasknappheit belastet zunehmend den Ausblick der Exportwirtschaft in Deutschland. Dies geht aus einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter etwa 2300 Industrieunternehmen hervor. Die Exporterwartungen, ein Stimmungsindikator der Branche, fielen von Juni auf Juli um 3,9 Punkte auf minus 0,5 Zähler, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Dienstag mitteilen.
In der chemischen Industrie mache sich mit Blick auf den Außenhandel zunehmend Skepsis breit, erklärte das Ifo-Institut. Dort ist der Einsatz von Erdgas besonders hoch. Auch die Nahrungsmittelhersteller seien pessimistischer.

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