Die Ölpreise sind stark von zunehmenden Rezessionsängsten belastet worden. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel um mehr als elf US-Dollar bis auf 102,12 Dollar. Das war der tiefste Stand seit Mitte Mai. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ähnlich stark und sank unter die Marke von 100 Dollar. Im Tief wurden 98,44 Dollar markiert. Zuletzt lag der Brent-Preis bei 103,19 Dollar. Das waren 10,31 Dollar weniger als am Vortag. Ein Fass WTI kostete am Abend 99,31 Dollar und damit 9,12 Dollar weniger als einen Tag zuvor.
In den vergangenen Tagen haben Sorgen um die Entwicklung der Weltkonjunktur die Ölpreise belastet. Die hohe Inflation und die Zinserhöhungen vieler Notenbank dürften die wirtschaftliche Entwicklung dämpfen und so auch die Nachfrage nach Rohöl sinken lassen. Die Erdölpreise sind deshalb in den vergangenen Wochen gefallen - allerdings von hohem Niveau aus. Seit Jahresbeginn sind die Preise um rund 30 Prozent gestiegen. Grund ist vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine.