Kremlchef Putin ordnet die Umregistrierung des milliardenschweren Öl- und Gasförderkonsortiums Sakhalin Energy an. Damit droht den ausländischen Aktionären Shell, Mitsui und Mitsubishi der Verlust ihrer Anteile. Alle Eigentumsrechte des Joint Ventures werden damit an Russland übergeben. Die Altaktionäre - Gazprom (50 Prozent plus eine Aktie), Shell (27,5 Prozent minus eine Aktie), Mitsui (12,5 Prozent) und Mitsubishi (10 Prozent) - dürften sich an der noch zu bildenden Betreibergesellschaft beteiligen. Die Tageszeitung Kommersant nennt dies einen "Loyalitätstest".
Die Änderungen in der Eigentümerstruktur begründet Putin mit den westlichen Sanktionen, die eine Gefahr für das Weiterbestehen der Produktion darstellten. Sollten sich die ausländischen Unternehmen weigern, sich an dem neuen Schema zu beteiligen, will die russische Regierung deren Anteile innerhalb von vier Monaten verkaufen, den Erlös aber auf ein Sperrkonto überweisen, an das die Unternehmen nicht herankommen.