Letztes Update:
20220630020514

07:20
29.06.2022
Der russische Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der ukrainischen Großstadt Krementschuk mit mindestens 20 Toten könnte nach Einschätzung britischer Geheimdienste ein Versehen gewesen sein. Es sei durchaus realistisch, dass die Attacke am Montag ein nahe gelegenes Infrastrukturziel habe treffen sollen, heißt es in einem nun veröffentlichten Update des britischen Verteidigungsministeriums.
Moskaus Angriffe mit Langstreckenraketen seien auch schon in der Vergangenheit ungenau gewesen, was zu einer hohen Zahl an zivilen Opfern geführt habe - etwa beim Beschuss des Bahnhofs in der Stadt Kramatorsk im April, hieß es weiter. Moskau sei bereit, "hohe Kollateralschäden" in Kauf zu nehmen. Da Russland einen Mangel an moderneren Präzisionswaffen und deutliche Schwächen bei der Planung seiner Ziele habe, müsse man durch weitere Angriffe mit weiteren zivilen Opfern rechnen, hieß es weiter.

06:48
29.06.2022
Bei einem Angriff auf die Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine gibt es mindestens drei Tote und fünf Verletzte. Das schreibt der Militärgouverneur des Gebiets Mykolajiw bei Telegram. Eine Rakete habe ein Hochhaus getroffen

12:31
29.06.2022
Außenministerin Annalena Baerbock ist erleichtert darüber, dass die Türkei ihren Widerstand gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands aufgegeben hat. Damit werde der Plan des russischen Präsidenten Wladimir Putin durchkreuzt, das Militärbündnis zu spalten, sagt die Grünen-Politikerin vor Beginn des Nato-Gipfels im ZDF-"Morgenmagazin". "Jetzt ist das Wichtigste, dass wir deutlich machen: Wir stehen beieinander, wir stehen miteinander."
Beide nordischen Staaten seien starke liberale Demokratien und hätten auch starke eigene Armeen, daher werde ihr Beitritt die Nato deutlich stärken, so Baerbock. Zugleich seien sie in dieser Zeit aber "verwundbar" und fürchteten angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine um ihre Sicherheit. Daher setze sich Deutschland dafür ein, dass es keine lange Übergangszeit bis zum Beitritt gebe.

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