Letztes Update:
20220629020451

11:46
28.06.2022
Als Reaktion auf die von der Nato geplante Aufstockung ihrer schnellen Eingreifkräfte will Russland seine westliche Grenze weiter stärken. Vor dem Hintergrund neuer Gefahren entwickele das Verteidigungsministerium entsprechende Pläne, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Details nannte er nicht. "Die Nato ist ein aggressiver Block, ein Block, der zu Konfrontationszwecken geschaffen wurde."
Russland, das vor mehr als vier Monaten das Nachbarland Ukraine angegriffen hat, wirft dem westlichen Militärbündnis vor, mit seiner Infrastruktur in Richtung der russischen Grenze vorzurücken. Russland hat etwa eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze zu Finnland. Das Land will ebenso wie Schweden in die Nato.

11:18
28.06.2022
Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, fordert EU-Abgeordnete auf, im Europäischen Parlament gegen einen umstrittenen Vorschlag zu einem EU-Nachhaltigkeitslabel zu stimmen. Die EU-Kommission hatte vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs vorgeschlagen, Atomkraft und Gas übergangsweise als umweltfreundliche Energien einzustufen und in die sogenannte Taxonomie aufzunehmen. "Die Bedingungen der Taxonomie favorisieren somit klar russisches Gas", schrieb Melnyk in einem Brief an die Europaabgeordneten Viola von Cramon-Taubadel (Grüne), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 
Die Taxonomie meint ein Klassifizierungssystem für nachhaltige Investitionen. Die Einstufung als umweltfreundliche Energien soll Investoren anlocken, um die Energiewende voranzubringen. Bisher sind unter anderem erneuerbare Energien in der Taxonomie als klimafreundlich eingeordnet. Der Vorstoß der Brüsseler Behörde, auch Atomkraft und Gas übergangsweise als umweltfreundliche Energien einzustufen, hatte bei Umweltschützern für Proteste gesorgt.

11:05
28.06.2022
Die Wahrscheinlichkeit einer Versorgungslücke mit Erdgas im Fall eines Stopps russischer Lieferungen ist nach einer Studie führender Wirtschaftsforscher deutlich geringer als noch im April. Allerdings seien trotz inzwischen besser gefüllter Speicher noch nicht alle Risiken für die Gasversorgung der Industrie im Winterhalbjahr gebannt, teilen das Münchner Ifo-Institut, das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Essener RWI und das IWH Halle auf Basis neuer Simulationsrechnungen mit. Als Gegenmaßnahme empfehlen die Ökonomen unter anderem, "zeitnah die Preissignale bei den Verbrauchern ankommen zu lassen" - also die Preise zu erhöhen, damit weniger Gas verbraucht werde.
Grund für die günstigere Prognose ist, dass die Gasspeicher in Deutschland inzwischen deutlich besser gefüllt sind. Vollkommen sicher ist die Versorgung der Industrie allerdings noch nicht.

Wenn Sie diese Inhalte sehen möchten, müssen zu deren Darstellung Ihre IP-Adresse, Datum, Uhrzeit sowie Daten zu Ihrem Browser und Endgerät an den Diensteanbieter übermittelt werden. Auf die weitere Datenverarbeitung dort haben wir keinen Einfluss. Ihre Entscheidung solche Inhalte anzuzeigen, wird nur bis zur Beendigung der App oder Ihres Browsers gespeichert.
www.pz-news.de/datenschutz
Inhalte anzeigen