Letztes Update:
20220629020451

20:11
27.06.2022
In einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser in der ukrainischen Stadt Lyssytschansk sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben acht Menschen getötet worden. Weitere 21 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, beim Nachrichtendienst Telegram schrieb. Lyssytschank ist die letzte große Stadt in der Region, die noch unter ukrainischen Kontrolle ist, nachdem das russische Militär das benachbarte Sjewjerodonezk erobert hat.
In der Stadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen ukrainischen Befehlshabers Oleg Sinegubow bei russischem Beschuss 5 Zivilisten getötet und 22 weitere verletzt. Unter den Verletzten seien fünf Kinder, schrieb Sinegubow bei Telegram.

19:37
27.06.2022
Auch einen Monat nach der Entlassung der ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten des Parlaments, Ljudmyla Denissowa, beschäftigt der Fall die Ukraine weiter. Ihr wird vorgeworfen, Schilderungen über Vergewaltigungen durch russische Soldaten ausgeschmückt zu haben. Die Zeitung Ukrajinska Prawda veröffentlichte eine ausführliche Recherche, um Transparenz zu schaffen und zu zeigen, dass Denissowas Vorgehen "schändlich für die Ukraine" sei. "Dieses Material stellt die Tatsache nicht in Frage, dass Russen in der Ukraine Vergewaltigungen begehen", betonte die Autorin. "Aber falsche Geschichten darüber werden dem Feind nur in die Hände spielen."
Denissowa war Ende Mai - nach mehr als vier Jahren im Amt - als Menschenrechtsbeauftragte entlassen worden. Der 61-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, angebliche Fälle von Kindesvergewaltigungen erfunden zu haben. Ihre Schilderungen soll sie zuweilen nicht auf Beweise, sondern auf Gespräche mit ihrer Tochter gestützt haben, die sie zudem als Psychologin für eine Hotline für Vergewaltigungsopfer einstellte, wie nun auch die Ukrajinska Prawda schildert.

19:10
27.06.2022
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan signalisiert auch einen Tag vor Beginn des Nato-Gipfels keine Kompromissbereitschaft in Sachen Nato-Norderweiterung. "Morgen werden wir zum Nato-Gipfel in Spanien gehen und alles Notwendige im Einklang mit den Rechten und Interessen unseres Landes tun", sagte Erdogan nach Regierungsangaben. Den Gesprächspartnern werde man die "Scheinheiligkeit" gegenüber "Terrororganisationen" mit "Dokumenten, Informationen und Bildern" erklären.

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