Letztes Update:
20220608020542

06:19
07.06.2022
An der Ostfront ist die Lage für das ukrainische Militär nach wie vor schwierig. Die Russen haben ihren Sturm auf die einstige Großstadt Sjewjerodonezk fortgesetzt. Russische Angriffe in der Umgebung - im Raum Bachmut - seien abgewehrt worden, teilt der ukrainische Generalstab mit. Weiter westlich rückten die russischen Truppen Richtung Slowjansk vor, ein weiteres strategisches Ziel im Donbass-Gebiet. In dem Ballungsraum liegt das Hauptquartier der ukrainischen Streitkräfte.
Von beiden Seiten gibt es keine Angaben zu Kampfhandlungen um die Kleinstadt Swjatohirsk. Am Montag hatte Kiew noch von schweren Kämpfen gesprochen. Russische Militärs hatten angegeben, Swjatohirsk eingenommen zu haben. Die Stadt nördlich von Slowjansk war der letzte Vorposten der ukrainischen Truppen am Nordufer des Flusses Siwerskyj Donez. Auch von Lyman aus haben russische Truppen weiter angegriffen und den Slowjansker Vorort Mykolajiwka mit Raketen beschossen.

06:06
07.06.2022
Kulturstaatsministerin Claudia Roth sieht durch den russischen Angriffskrieg die kulturelle Identität der Ukraine bedroht. "Dieser Krieg ist auch ein Krieg gegen die Kultur, gegen die Kultur der Demokratie", sagt die Grünen-Politikerin bei einem Besuch in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Nach mehr als drei Monaten Krieg seien 375 Kultureinrichtungen zerstört oder beschädigt. Auch 137 Kirchen seien betroffen. "Da wird deutlich: Es geht darum, die kulturelle Identität der Ukraine anzugreifen."
Roth verspricht dem Land Unterstützung. "Wir versuchen jetzt ein internationales Zeichen zu setzen, indem wir die Nominierung der Altstadt Odessas unterstützen als Welterbe-Stadt", sagt sie im ZDF-"Morgenmagazin". Die internationale Gemeinschaft müsse entsprechend Verantwortung übernehmen. Roth war am Montag in Odessa angekommen. 

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05:58
07.06.2022
Nach Angaben der Militärexperten des US-amerikanischen Institute for the Study of the War (ISW) ist es den Ukrainern zugleich gelungen, die russische Flotte von der Schwarzmeer-Küste abzudrängen. Die russische Schwarzmeerflotte operiere nun in einem Sicherheitsabstand von 100 Kilometern, was den Druck auf die ukrainischen Häfen senke, heißt es in der jüngsten Analyse des ISW. Ähnlich hatte sich am Montag schon das ukrainische Verteidigungsministerium geäußert.

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