Arbeitgeberverbände aus Deutschland und Österreich sprechen sich gegen ein sofortiges Gasembargo gegen Russland aus. Ein solches träfe die Wirtschaft in Deutschland und Österreich unvorbereitet und hätte tiefgreifende Folgen für die Unternehmen und ihre Beschäftigung, erklären Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und Georg Knill, Präsident der Vereinigung der österreichischen Industrie. Die Konsequenz wären Produktionsausfälle, Produktionsstillstand und eine weitere Deindustrialisierung.
Ein Gasembargo würde nicht nur die Wirtschaft in Deutschland und Österreich schwächen, so die Verbände. "Es hätte auch Auswirkungen auf Beschäftigung und auf unsere finanziellen Möglichkeiten, mit denen wir unseren internationalen Verpflichtungen nachkommen. Deutschland und Österreich wollen starke Partner in der internationalen Gemeinschaft bleiben. Dafür brauchen wir eine starke Wirtschaft und stabile Arbeitsmärkte."