Der russische Angriffskrieg in der Ukraine muss nach Ansicht von Klimaaktivistin Luisa Neubauer der Wendepunkt beim Einsatz fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas sein. "Umso mehr fossile Energien wir aus dem Boden holen, desto mächtiger machen wir Autokraten und schwächer die Demokratien. Erst dadurch machen wir es Putin und Co. möglich, mit ihren Exporten überall Demokratien zu erpressen", sagt die 26-Jährige am Rande eines großen Klimaprotests in Stockholm der Deutschen Presse-Agentur.
"Der 100. Tag des Angriffskriegs muss ein Wendepunkt in der Energiepolitik sein", sagt Neubauer. "Die eskalierende Klimakrise und das humanitäre Leid in der Ukraine lassen keinen Spielraum für weitere leere Versprechen und Verzögerung. Unsere Antwort auf Krieg und Klimakrise müssen ein volles Embargo und eine Erneuerbaren-Revolution sein." Die Zeitenwende, von der Bundeskanzler Olaf Scholz gesprochen habe, sei in der Energiepolitik bisher ein fossiler Rückschritt gewesen, sagt die Aktivistin der Klimabewegung Fridays for Future weiter.