Letztes Update:
20220602072242

00:39
02.06.2022
Lettland hat weitere 34 Russen wegen ihrer Unterstützung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine auf eine schwarze Liste gesetzt. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben des Außenministeriums in Riga vorwiegend um Kulturschaffende. Sie dürfen auf unbestimmte Zeit nicht mehr in das baltische EU- und Nato-Land einreisen, hieß es in einer Mitteilung.
Lettland hatte nach Russlands Angriff auf die Ukraine zuvor bereits zahlreiche Kulturschaffende aus Russland zu unerwünschten Personen erklärt. Der Baltenstaat grenzt an Russland und dessen Verbündeten Belarus.

23:15
01.06.2022
Russlands Außenminister Sergej Lawrow mahnt angesichts der Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine die Gefahr an, dass Drittstaaten in den Konflikt in dem Land hineingezogen werden. "Solche Risiken existieren natürlich", sagte Lawrow. Die Ukraine bezwecke genau das mit ihren Forderungen nach der Lieferung schwerer Waffen. "Das ist eine direkte Provokation, die darauf abzielt, den Westen in militärische Handlungen zu verwickeln", sagte Lawrow.
Nüchterne Politiker im Westen verstünden diese Risiken genau – aber nicht alle in der EU, "besonders im nördlichen Teil", meinte Lawrow. "Es gibt Politiker, die bereit sind, sich auf diesen Wahnsinn einzulassen – nur, um ihre eigenen Ambitionen zu befriedigen", sagte er. "Aber die ernsthaften Länder in der EU verstehen freilich sehr gut, dass solche Szenarien nicht akzeptabel sind." Russland transportiere diese Position auch auf den "Kanälen, die zwischen Russland und den wichtigsten westlichen Staaten bestehen".

22:23
01.06.2022
Mit dem langjährigen Verdi-Chef Frank Bsirske wendet sich einer der prominenten Grünen-Abgeordneten gegen das geplante Sondervermögen für die Bundeswehr. "Von der ursprünglichen Forderung, dem Sondervermögen einen 'erweiterten Sicherheitsbegriff' zugrunde zu legen, ist nach den Verhandlungen nichts mehr übrig geblieben", schreibt Bsirske in einer persönlichen Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Er werde bei der vorgesehenen Abstimmung im Bundestag nicht zustimmen.
Bei ihrer Einigung mit der Union hatte die Koalition am Sonntag zugestanden, dass Maßnahmen für Cybersicherheit, Zivilschutz und eine Stabilisierung von Partnerländern aus dem Bundeshaushalt finanziert werden sollen, nicht aus dem Sondervermögen. Vor allem die Grünen hatten gewollt, dass mit diesem etwa auch Cyberabwehr finanziert wird.
Bsirske kritisiert weiter, dass die Pläne auf die dauerhafte Einhaltung des Zwei-Prozent-Ziels hinausliefen und die Cyber- und Zivilschutzmittel dabei oben drauf kommen sollten. Das Zwei-Prozent-Ziel - nach dem zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgegeben werden sollen - kritisiert Bsirkse als "abstruse Kennziffer". Laut Vereinbarung von Koalition und Union soll das Zwei-Prozent-Ziel "im mehrjährigen Durchschnitt" erreicht werden.

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