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20:29
01.06.2022
In ihrer ersten öffentlichen Rede seit rund einem halben Jahr hat die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel den Angriff Russlands auf die Ukraine als "tiefgreifende Zäsur" bezeichnet. Sie wolle als Bundeskanzlerin außer Dienst keine Einschätzungen von der Seitenlinie abgeben, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Doch zu sehr markiere Russlands Einmarsch in sein Nachbarland einen eklatanten Bruch des Völkerrechts in der Geschichte Europas nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
"Meine Solidarität gilt der von Russland angegriffenen, überfallenen Ukraine und der Unterstützung ihres Rechts auf Selbstverteidigung", sagte Merkel. Sie unterstütze alle entsprechenden Anstrengungen der Bundesregierung, der EU, der USA, der Nato, der G7 und der Uno, "dass diesem barbarischen Angriffskrieg Russlands Einhalt geboten wird".

20:05
01.06.2022
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine "selbstmörderische Abhängigkeit" der Welt von fossilen Brennstoffen offengelegt. Gleichzeitig habe der Krieg vom Fokus auf die Bekämpfung der Klimakrise abgelenkt, sagte Guterres in Stockholm vor dem Auftakt der UN-Umweltkonferenz Stockholm+50.
"Offensichtlich, wenn wir eine dramatische Situation mit der Dimension dieses Krieges haben, wo es keinen Vergleich mit irgendeinem anderen Konflikt in den vergangenen Jahrzehnten gibt, dann lässt sich die Ablenkung der Aufmerksamkeit auf andere Themen nicht verhindern, und die Dringlichkeit in der Klima-Debatte hat natürlich unter dem Krieg in der Ukraine gelitten." Guterres forderte deswegen erneut ein sofortiges Ende des Krieges und mehr Engagement der internationalen Gemeinschaft beim Kampf gegen die Klimakrise.

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