Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow hat Verständnis für Stimmen, die wegen des Kriegs in der Ukraine einen Boykott russischer Kultur fordern - hält dies aber für falsch. "Ich verstehe, dass Menschen einen Boykott fordern, aber ich akzeptiere das nicht", sagt er bei den Filmfestspielen in Cannes. "Was zurzeit passiert ist sehr schmerzhaft, ist unerträglich", fügt er hinzu.
Den Krieg in der Ukraine bezeichnete er als "totale Katastrophe". Aber ein Boykott russischer Kultur sei nicht der richtige Weg, denn sie sei "Luft" und "in den Wolken", also unabhängig von der derzeitigen Politik. Serebrennikow stellt bei den Filmfestspielen in Cannes seinen neuen Film "Tchaikovsky's Wife" vor.