Letztes Update:
20220510020509

19:12
09.05.2022
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben eine größere Landungsaktion der ukrainischen Truppen auf der strategisch wichtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer verhindert. Ukrainische Truppen hätten am Wochenende Luftlandeeinheiten und Marineinfanteristen auf der Insel abgesetzt, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau. "Durch geschicktes Handeln der russischen Einheiten auf der Insel konnte die ukrainische Provokation vereitelt werden", fügte er hinzu.
Demnach schossen die russischen Truppen bei den Gefechten vier ukrainische Kampfjets - davon drei Su-24 und eine Su-27 -, drei Kampfhubschrauber vom Typ Mi-8 mit Fallschirmjägern an Bord sowie einen Mi-24-Helikopter ab. Darüber hinaus hätten sie 30 ukrainische Drohnen vom Himmel geholt. Auf See seien drei gepanzerte Landungsboote vom Typ Kentaur versenkt worden. Die ukrainischen Verluste bezifferte Konaschenkow auf mehr als 50 Soldaten. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht.

18:51
09.05.2022
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht in der zurückhaltenden Rede von Kremlchef Wladimir Putin bei der Moskauer Militärparade noch keinen Fortschritt für den Ukraine-Konflikt. "Was wir erreichen wollen, ist ein Waffenstillstand, so schnell wie möglich", sagte Macron in Berlin. Nur damit könnten die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu einem Abschluss gebracht werden, um einen Frieden zu erreichen und in der Folge einen dauerhaften Rückzug der russischen Truppen. "Das ist unser Ziel." Man wolle der Ukraine bei Verhandlungen beistehen, über deren Bedingungen sie selber entscheide. 

Unsere Positionierung ist an der Seite der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine, nicht mehr, nicht weniger. Diese Verhandlung nach einem Waffenstillstand ist die einzige, die eine Wiederherstellung des Friedens ermöglicht. 18:51
09.05.2022
Emmanuel Macron - Europa werde dabei in zweierlei Hinsicht eine Rolle haben, und zwar bei Sicherheitsgarantien und beim Wiederaufbau der Ukraine.

18:28
09.05.2022
UPDATE | Die Bundesregierung sieht gute Chancen, die Raffinerie PCK mit rund 1200 Beschäftigten bei einem Öl-Embargo der Europäischen Union gegen Russland zu erhalten. "Es ging von Anfang immer darum, diesen Standort PCK als Unternehmen möglichst vollumfänglich zu erhalten", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck bei einem Besuch in der Raffinerie in Schwedt vor Hunderten Beschäftigten. Die Vorbereitungen für neue Ölquellen über Schiffe via Rostock, für die Finanzierung von Verlusten durch die Bundesregierung und für eine mögliche Treuhandstruktur - derzeit ist der russische Staatskonzern Rosneft Mehrheitseigner - liefen bereits. "Wenn alles drei klappt, dann haben Sie eine Jobsicherheit für die nächste Zeit. (...) Wir brauchen Schwedt."
Der Wirtschaftsminister warnte: "Das kann also auch schiefgehen an verschiedenen Stellen", so Habeck. "Dass das ganze Konstrukt insgesamt scheitert, das wird nicht passieren." Er richte den Blick auch in die Zukunft, nicht mehr Öl zu verarbeiten. PCK-Chef Ralf Schairer sagte: "Wir tun alles, um unseren Weiterbestand zu sichern." Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte: "Die Versorgung muss funktionieren. Wir reden hier über kritische Infrastruktur."

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