Die CDU zeigt sich enttäuscht auf die Ansprache von Bundeskanzler Olaf Scholz zum Ukraine-Krieg. "Wir freuen uns ja, wenn der Bundeskanzler sich mal äußert und eine Position bezieht. Aber ich finde, er hat das gestern mit wenig Leidenschaft getan", so CDU-Generalsekretär Mario Czaja im ARD-"Morgenmagazin".
Viel Neues habe Scholz nicht gesagt. Er habe den Eindruck, dass eher Parteitaktik hinter der Rede gestanden habe, betont Czaja mit Hinweis auf das schlechte Wahlergebnis der Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein. Scholz hatte am Sonntag anlässlich des 77. Jahrestag des Weltkriegsendes in Europa am 8. Mai 1945 in einer Fernsehansprache die Linie der Bundesregierung zur Unterstützung der Ukraine verteidigt. Diese sei auch ein "Vermächtnis" des 8. Mai.