Letztes Update:
20220506020442

11:44
05.05.2022
Die oft gut ausgebildeten Frauen unter den Flüchtlingen aus der Ukraine sollten Experten zufolge in Deutschland nicht im Niedriglohnbereich landen. Viele wollten nach ihrer Ankunft trotz fehlender deutscher Sprachkenntnisse möglichst schnell arbeiten und hinzuverdienen, sagt Sozialwissenschaftlerin Ildiko Pallmann vom Minor Projektkontor für Bildung und Forschung. Über rechtliche Fragen, das Arbeitsmarktsystem oder den Mindestlohn seien sie häufig noch nicht informiert. "Das erhöht die Gefahr, in ausbeuterische Arbeit zu gehen", so Pallmann.
Bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt müsse oberstes Ziel sein, die Frauen passend zu ihren Qualifikationen einzustellen. Man müsse achtgeben, "dass man Frauen nicht dauerhaft an den Niedriglohnsektor verliert", mahnt Pallmann bei einem Pressegespräch des Mediendienstes Integration.

11:35
05.05.2022
Die EU unterstützt die Republik Moldau mit weiteren 52 Millionen Euro für Reformen und Wiederaufbau. Die Reaktion der moldauischen Bevölkerung auf die Flüchtlingsbewegung der Ukrainerinnen und Ukrainer sei beispielhaft gewesen, sagt der für Nachbarschaft und Erweiterung zuständige EU-Kommissar Olivér Várhelyi. UN-Angaben zufolge sind in das kleine Land mit gut 2,5 Millionen Einwohnern bereits 450.000 Menschen aus der Ukraine geflohen. 
Die EU unterstützt Moldau nach Angaben der Kommission bereits mit Krisenhilfen in Höhe von knapp 250 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen unter anderem menschenwürdige und effiziente Verfahren bei der Versorgung von Geflüchteten finanziert werden. Gestern hatte EU-Ratspräsident Charles Michel bei einem Besuch in der Republik zudem angekündigt, dass die EU ihre Militärhilfe für das Land ausbauen wolle, ohne jedoch konkrete Details zu nennen.

11:27
05.05.2022
UPDATE | Die Ukraine benötigt für ihren Wiederaufbau nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine moderne Version des Marshall-Plans. Für die Rückkehr zu einem sicheren Leben werde sein Land Geld, Technologie, Fachleute und Wachstumsperspektiven benötigen, sagt Selenskyj per Videoschalte vor den Teilnehmern der internationalen Geberkonferenz in Warschau. "Das wird eine Investition in die Stabilität von ganz Mittel- und Osteuropa sein."
Die von Polen und Schweden gemeinsam organisierte Geberkonferenz soll Geld für humanitäre Hilfe für die Ukraine sammeln. Partner der Konferenz sind die Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates. Auch die Vereinten Nationen beteiligen sich. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagt, die Ukraine benötige 12.000 Tonnen humanitäre Hilfe jeden Tag. Momentan erhalte sie aber nur etwa ein Viertel davon. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen in der Ukraine mehr als 12 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe, darunter Nahrung, medizinische Versorgung und Unterkünfte. 

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