Letztes Update:
20220427131619

08:54
27.04.2022
Der weltgrößte Drohnenhersteller DJI aus China setzt seine Geschäfte in Russland und der Ukraine aus. Das Technologie-Unternehmen aus dem ostchinesischen Hangzhou "überprüft intern die Erfüllung von Anforderungen in den verschiedenen Jurisdiktionen", wie aus einer Mitteilung auf der Webseite hervorgeht. Währenddessen stelle DJI seine geschäftlichen Aktivitäten in Russland und der Ukraine "vorübergehend" ein. 
Mit dem großen Produzenten von industriellen und privaten Drohnen zieht sich ein besonders prominentes chinesisches Unternehmen aus der Kriegsregion zurück. Chinas Position in dem Konflikt ist umstritten. Peking gibt Moskau politisch Rückendeckung und stellt vielmehr die USA und die Osterweiterung der Nato als das Hauptproblem dar. 

08:43
27.04.2022
Russland hat nach eigenen Angaben eine aus dem Ausland stammende größere Waffenlieferung an die Ukraine vernichtet. "Mit hochpräzisen seebasierten Langstreckenraketen vom Typ Kalibr wurden auf dem Gelände des Aluminiumkombinats Saporischschja Flughallen mit einer großen Ladung ausländischer Waffen und Munition zerstört", teilt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mit. Die Waffen stammten aus den USA und Europa, fügt er hinzu.

08:32
27.04.2022
Der Lieferstopp russischen Gases an EU-Länder trifft die Union nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht unerwartet. "Wir sind vorbereitet auf dieses Szenario", teilt sie mit. Man stehe in engem Kontakt mit allen EU-Staaten und habe daran gearbeitet, Lieferungen aus anderen Ländern sicherzustellen. Zudem gebe es Notfallpläne für eine solche Situation. Es sei ein "weiterer Versuch Russlands, Gas als Erpressungsinstrument einzusetzen", kritisiert die deutsche Politikerin. Dies zeige einmal mehr die Unzuverlässigkeit Russlands als Gaslieferant.  

08:27
27.04.2022
Bulgarien beschuldigt Russland, Erdgas als politische und wirtschaftliche Waffe zu missbrauchen. "Bulgarien wird keine Verhandlungen unter Druck führen", so Energieminister Aleksandar Nikolow. Die Gasversorgung wichtiger Abnehmer sei für mindestens einen Monat gesichert, erklärt er. Auf einem heutigen Expertentreffen sollen konkrete weitere Schritte erörtert werden. "Bulgarien ist ein langjähriger loyaler Partner gemäß des existierenden Vertrags, in dem Zahlungen in Dollar vorgesehen sind", betont Nikolow.
Das ärmste EU-Land hängt gut 15 Jahre nach seinem EU-Beitritt noch immer fast komplett von russischen Erdgaslieferungen ab. Ein Anschluss an das Gasnetz des benachbarten Griechenland soll im Juni fertig sein. Dadurch will das EU-Land seine Lieferquellen für Gas diversifizieren und Gas auch aus anderen Ländern beziehen.

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