Der türkische Präsident
Recep Tayyip Erdogan hat sich in einem
Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin für
sichere Fluchtrouten eingesetzt. Erdogan habe in dem Gespräch betont, wie wichtig Fluchtkorridore für Zivilisten seien und erneut einen
Waffenstillstand gefordert, teilte das Präsidialamt mit. Die Türkei werde weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um einen dauerhaften Frieden zu schaffen.
Die "positive Dynamik" von Friedensgesprächen in Istanbul müsse fortgesetzt werden und komme allen zugute, hieß es weiter. Erdogan habe außerdem angeboten, die Gespräche in Istanbul mit einem Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wieder aufzunehmen. Aus dem Kreml wiederum hieß es, Putin habe seinen Amtskollegen darüber informiert, dass die südostukrainische Hafenstadt
Mariupol "befreit ist und es keine Kämpfe dort mehr gibt". Die ukrainischen Kämpfer im Stahlwerk Azovstal seien von russischen Truppen blockiert. Darüber hinaus sollen nach russischen Angaben die Verteidigungsministerien in Moskau und Ankara ihre Handlungen koordinieren, um eine sichere Ausfahrt der in den ukrainischen Häfen blockierten türkischen Schiffe zu gewährleisten.