Letztes Update:
20220413020513

18:09
12.04.2022
Russland droht wegen der westlichen Sanktionen im Zuge seines Krieges in der Ukraine in diesem Jahr der schlimmste Einbruch bei der Wirtschaftsleistung seit fast drei Jahrzehnten. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bei mehr als zehn Prozent liegen, sagte der Chef des russischen Rechnungshofes, Alexej Kudrin, im Haushaltsausschuss des Föderationsrates in Moskau.
Wie die russische Wirtschaftszeitung Wedomosti berichtete, wäre das der stärkste Konjunktureinbruch seit 1994. Damals sei das BIP um 12,7 Prozent gesunken. Die Inflation könnte in diesem Jahr in Russland auf bis zu 20 Prozent steigen, hieß es. Russland sieht sich nach seinem Angriff auf die Ukraine den weitreichendsten Sanktionen seiner Geschichte ausgesetzt.

17:21
12.04.2022
Parallel zum Kriegsgeschehen in der Ukraine werden die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau fortgesetzt. "Die Gespräche finden äußerst schwer statt. Online in Arbeitsgruppen, doch finden sie statt", sagte Präsidentenberater Mychajlo Podoljak der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Die Kiewer Seite arbeite dabei weiter transparent und im "proukrainischen" Rahmen. Moskau versuche allerdings, durch öffentliche Äußerungen Druck auf den Verhandlungsprozess auszuüben, so Podoljak.
Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass Kiew nach dem Fund Hunderter Leichen in Butscha von den erreichten Vereinbarungen bei den Verhandlungen mit Moskau Abstand genommen habe. Die Ukraine wirft den russischen Truppen Kriegsverbrechen vor. Sie sollen in Butscha, einem Vorort von Kiew, ein Massaker an Zivilisten verübt zu haben. Russland weist das zurück.

17:00
12.04.2022
Grünen-Chef Omid Nouripour warnt die russische Führung vor dem Einsatz von Chemiewaffen im Krieg gegen die Ukraine. "Das wäre ein zivilisatorischer Bruch ohnegleichen", sagte Nouripour im schleswig-holsteinischen Bredstedt mit Bezug auf Vorwürfe ukrainischer Kämpfer, wonach prorussische Separatisten in Mariupol Giftgas eingesetzt hätten. Die Separatisten wiesen den Vorwurf zurück. Auch der Grünen-Vorsitzende wies darauf hin, dass der Bericht nicht bestätigt sei. 
Nouripour erklärte: "Es wäre der erste Einsatz von Massenvernichtungswaffen auf europäischem Boden seit 1918", also seit Ende des Ersten Weltkriegs. Ein solcher Einsatz würde die Gewaltspirale weiterdrehen und einer "sehr, sehr, sehr harten Antwort" bedürfen. 

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